Unterhaltung Der Abend bleibt in Erinnerung

Publikum und Band hatten Spaß im „Fröhlichen Nix“.
Publikum und Band hatten Spaß im „Fröhlichen Nix“. © Foto: mak
mak 02.11.2018

Tolle Stimmung herrschte im Fröhlichen Nix, als Helene Blum und Harald Haugaard mit Band einmal mehr einen Stopp im Kleinkunstcafe eingelegt haben.In Blaubeuren sind sie längst kein Geheimtipp mehr, die Kneipe war gerammelt voll. Begeistert wurden die sympathischen Dänen gefeiert. Und die boten eine klasse Mischung aus traditionellem und modernem nordischen Folk, aus Klassik, Instrumentalmusik und Gesang.

Das Frontpaar Helene Blum (Gesang, Geige) und Harald Haugaard (Geige) wurde komplettiert von einer Band auf Augenhöhe mit Kirstine Elise Pedersen (Cello), Mikkel Grue (Gitarre) und Sune Rahbek (Schlagzeug). Allesamt hatten Soloqualitäten, was sie immer wieder während des Konzerts bewiesen. Mit eingängiger, oft mitreißender Musik für Herz und Ohr konnte das fünfköpfige Ensemble beim Publikum punkten. Fröhliche Tanzmelodien, wehmütige Songs über Liebe und Leid, Balladen und dazwischen auch Nachdenkliches war im Repertoire. Glücksmomente gab es nicht nur bei den Zuhörern, die Künstler hatten sichtlich ebenso viel Freude und Spaß.

Mit ihren Instrumenten befeuerten sie sich gegenseitig in temperamentvoll ausgeführten musikalischen Dialogen. Auf der Bühne strahlte Harald Haugaard,  ein Tausendsassa auf der Geige. Unglaublich, was der Mann da alles mit seinem Instrument vollführt. Hochprofessionell und mit scheinbarer Leichtigkeit zündete er ein musikalisches Feuerwerk mit einem virtuoses Geigenspiel und einer phänomenalen Klangfülle. Kongenial Helene Blum mit originellen eigenen Songs aus ihrem Solo-Album. Sie verfügt über eine tolle Stimme, singt meist mit geschlossenen Augen. Klar, ausdrucksvoll und intensiv. Ob ein bezauberndes Lied über eine Seemannswitwe, ein stimmungsvoller Song über den Herbst oder „The Garden“, ein traurig-schöner Titel von Tim O`Brien.

Weltweit unterwegs

Die Dänen sind weltweit unterwegs und überaus erfolgreich, füllen Kirchen und Konzertsäle und starteten jetzt ihre Jubiläumstour zum zehnjährigen Bestehen. Die Tour führe sie durch ganz Deutschland und Europa, erzählt Haugaard. „Und ausgerechnet in Blaubeuren starten wir“. Vielleicht geschieht es ein Stück weit  aus Sentimentalität. Bereits seit 2009 gastiert die Band regelmäßig im Nix. „Und wir wünschen uns immer so eine tolle Stimmung wie in Blaubeuren“, meint   Haugaard mit viel Charme und Humor. Ein Abend, der in Erinnerung bleibt. Das Publikum dankte den Dänen mit stürmischem Beifall.

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