Kommentar Petra Laible zur Bürgermeisterwahl in Erbach Denkzettel für Amtsinhaber

Petra Laible.
Petra Laible. © Foto: Volkmar Könneke
Erbach / Petra Laible 08.10.2018

Am Ende ist es ein klarer Wahlsieg, den Achim Gaus in Erbach eingefahren hat. 63 Prozent der abgegebenen Stimmen geben ihm ein gutes Polster, um die begonnenen Großprojekte in der Stadt fortzusetzen. In dieser Hinsicht wäre ein Amtswechsel fatal gewesen. Herausforderer Wolfgang Schrade, Speditionskaufmann und kommunalpolitischer Quereinsteiger, hat mit 36,5 Prozent der Stimmen dennoch einen Achtungserfolg eingefahren. Besonders stark in Ersingen, wo er aufgewachsen ist. Dort ließ er den Amtsinhaber hinter sich. Dahinter dürfte die Unzufriedenheit der Ersinger mit den Problemen an den Badeseen stecken. Damit fühlen sie sich offenbar allein gelassen.   Gaus hat zweifellos einen Denkzettel erhalten. Im Wahlkampf haben Erbacher immer wieder mangelnde Bürgernähe thematisiert. Der alte und neue Bürgermeister hat angekündigt, dies verbessern zu wollen. Insofern hat der Wahlkampf schon jetzt etwas gebracht.

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