Veranstaltung Debatte mit harten Bandagen

An der Band Frei.Wild entzündet sich die Kritik.
An der Band Frei.Wild entzündet sich die Kritik. © Foto: dpa
Laichingen / Thomas Spanhel 11.12.2017
Der Laichinger Flugsportverein muss sich gegen Vorwürfe verteidigen, er wolle ein recht-nationales Festival auf die Beine stellen.

Der Laichinger Flugsportverein und die Veranstalter des im Juli geplanten Deutsch­rock-Festivals mit Bands wie „Frei.Wild“ oder „Krawallbrüder“ werden heftig angegangen. Weder Verein noch Veranstalter wollen sich aber davon aus dem Konzept bringen lassen, eine gute Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Die teilweise rufschädigenden Vorwürfe seien übers Internet lanciert worden, um das Festival im letzten Moment doch noch zu verhindern, sagt Alfred Schosser vom Vereinsvorstand auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. Die agitierenden Personen würden nie mit nachvollziehbarem Namen und Adresse auftreten.

Nachdem sich Vorwürfe als haltlos erwiesen hatten, man wolle in Laichingen ein Festival mit rechtsnationalen Bands auf die Beine stellen  (wir berichteten), kursieren nun E-Mails und Posts in den Sozialen Medien, die dem Verein Angst machen wollen. Ein seitenlanges E-Mail mit Bildern wurde an den Vereinsvorstand gesandt, in dem beispielsweise davor gewarnt wird, dass beim Festival auf dem Laichinger Flugplatz-Gelände „mit einem Panzer hantiert werden soll“. Außerdem greift der E-Mail-Verfasser den Festival-Veranstalter als „dubios“ an, angekündigte Bands wüssten gar nichts von ihrem Auftritt. Sie wirft dem Veranstalter schließlich vor, er wäre finanziell nicht gut genug aufgestellt, um so ein Riesen-Festival mit so namhaften Bands überhaupt stemmen zu können. Deshalb müsse er Eintrittskarten für das Festival verkaufen, ohne eine Genehmigung der Stadt zu besitzen.

Konkurrenz befürchtet?

Andreas Kamm, einer der Veranstalter des geplanten Rock-Festivals, geht davon aus, dass ein anderer Festival-Veranstalter in Bayern hinter den „verleumderischen Mails“ steckt. Dieser befürchte, Besucher zu verlieren, wenn ein weiteres Festival im süddeutschen Raum stattfindet. Kamm hat keine Bedenken, die Genehmigung der Stadt zu erhalten, wenn er die nötigen Unterlagen vorlegt. Laichingens Bürgermeister Klaus Kaufmann will sich in absehbarer Zeit mit den Veranstaltern treffen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel