Heroldstatt Das Leitungsnetz ist weitgehend  dicht

Wasserverluste im Leitungsnetz sind für die Gemeinde Heroldstatt nahezu ein Fremdwort.
Wasserverluste im Leitungsnetz sind für die Gemeinde Heroldstatt nahezu ein Fremdwort. © Foto: Archiv
Heroldstatt / Jürgen Kühnemund 12.07.2018

Eine Bilanzsumme von 2 782 594,72 Euro weist die Jahresrechnung 2016 für die Wasserversorgung in Heroldstatt aus. Der Jahresverlust beträgt dabei 2500,06 Euro, ist also „äußerst minimal“, wie Bürgermeister Stellvertreter Rudolf Weberruß gegenüber dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung ausführte. Und über das leichte Minus, das von der Kommune ausgeglichen werden muss,  ist man in Heroldstatt gar nicht unglücklich. Da die Wasserversorgung kostendeckend sein muss, hätten zu hohe Verluste doch eher zur Folge, dass man von der Kommune eine Erhöhung des Wasserzinses einfordern würde. „Nach dieser Punktlandung brauchen wir uns da keine Sorgen zu machen“,  sagte Kämmerer Werner Zimmermann.

Beeindruckend sind in Heroldstatt die Werte der Wasserverluste im Leitungsnetz. Nach etwas mehr als 13 000 Kubikmeter in 2016 flossen in 2017 gerademal 7000 Kubikmeter in den Untergrund. Das entspricht 4,16 Prozent des gesamten Wasserbezugs von 170 850 Kubikmetern. Ein ähnlich niedriger Verlust datiert aus dem Jahr 2011 mit 7111 Kubikmetern, allerdings betrug der Wasserbezug damals nur 157 555 Kubikmeter.

Im Zeitraum von 2007 bis 2017 konnte Heroldstatt jedenfalls immer die sich selbst gestellte Marge beim Wasserverlust von zehn Prozent meist deutlich unterschreiten. „Möglich sei das nur, dass auftretende Rohrbrüche sofort repariert werden“, führte Bürgermeister Stellvertreter Rudolf Weberruß an, was aber auch koste. In 2015 beliefen sich die Aufwendungen dafür auf fast 30 000 Euro, in 2016 waren es knapp 19 000 Euro und in 2017 lag die Summe bei 11 399,31 Euro.  

Und Heroldstatt hat auch seine Sorgenkinder. So bleiben die Rohrbrüche in der Gartenstraße eine Problem. Hier und in den angrenzenden Straßen sei ein Austausch der Wasserleitungen unvermeidbar, sagte Weberruß. Darüber hinaus bleibe man bei den Sanierungen ständig am Ball, wie es sich erst kürzlich bei den Maßnahmen im Panorama- und Neubachweg gezeigt habe, so Weberruß abschließend.

Der Gemeinderat nahm den Jahresabschluss einstimmig zur Kenntnis.

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