Betreuung Das Kind steht im Zentrum des neuen Konzepts

Zum 20-jährigen Bestehen des Kindergartens in Unterbalzheim präsentierten die Kinder eine Weltreise mit Kasimir. Dabei wurde der Refrain des zentralen Lieds „Gute Reise“ in allen Sprachen der betreuten Kinder gesungen.
Zum 20-jährigen Bestehen des Kindergartens in Unterbalzheim präsentierten die Kinder eine Weltreise mit Kasimir. Dabei wurde der Refrain des zentralen Lieds „Gute Reise“ in allen Sprachen der betreuten Kinder gesungen. © Foto: Johannes Braun
Balzheim / Johannes Braun 14.06.2018

Auf eine Weltreise mit Kasimir nahmen die Kinder des Kindergartens in Unterbalzheim ihre Verwandten und Bekannten beim Sommerfest anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Einrichtung mit. Vom Mond aus ging es über die Türkei, Ägypten, China, zu den Eskimos und Indianern, bis schließlich nach Europa übergesetzt wurde. Dazu sangen und tanzten die Kinder nach Herzenslust. Die Klammer bildete dabei das Lied „Gute Reise“, dessen Refrain in allen Sprachen der betreuten Kinder gesungen wurde: deutsch, portugiesisch, albanisch, arabisch, türkisch rumänisch, russisch, kroatisch, bosnisch, italienisch und ungarisch.

Auf eine Reise in die Zukunft begibt sich unterdessen der Unterbalzheimer Kindergarten selbst, denn er überarbeitete seine Konzeption. „In unserem Team haben wir schon öfters darüber gesprochen, was uns in letzter Zeit auffällt, was sich im Vergleich zu früher verändert hat“, erläutert die Kindergarten-Gesamtleiterin Elisabeth Maier das Vorgehen dabei. „So kamen wir zu dem Schluss, noch näher am Zahn der Zeit arbeiten zu wollen.“

Zunächst ging es darum, was die Kinder brauchen. „Im Zentrum unserer Überlegungen stand also das Kind als einmaliges Individuum“, geht Maier ins Detail, „wir möchten daher künftig noch mehr auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten jedes einzelnen Kindes eingehen“. In der Konzeption wird das mit „entwicklungszentrierter Ansatz“ dargelegt. Die Kinder sollen da abgeholt werden, wo sie sich in ihrer Entwicklung befinden und möglichst optimal auf die Schule vorbereitet werden. „Unsere Aufgabe ist es nun, jedem Kind eine entsprechend motivierende Lernumgebung zu schaffen, die den Bedürfnissen des Kindes gerecht wird“, ergänzt Maier.

Eltern einbeziehen

Um das möglichst optimal umzusetzen, gehe es dem Kindergarten auch darum, die Eltern gut einzubinden. „Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Einrichtung zum Wohle der Kinder ist Voraussetzung und Aufgabe zugleich“, gibt die Kindergartenleiterin zu bedenken. Die Eltern sollen also in einer vertrauensvollen und offenen Atmosphäre das Gefühl der Achtung und Wertschätzung ihrer Erziehungskompetenz erfahren.

Im Detail bedeutet das, dass die Eltern eine angemessene Mitverantwortung und aktive Beteiligung am Kindergarten-Alltag erfahren sollen. „Die Erzieherinnen möchten ein Wir-Gefühl schaffen, das vielfältige Spielräume und Möglichkeiten eröffnet“, sagt Maier. Transparenz des Geschehens in Krippe und Kindergarten und regelmäßiger Austausch soll es in vielfältiger Art geben.

Einen Vorgeschmack auf den individuellen Fokus der Kinder und die Einbeziehung der Eltern hat es beim Sommerfest schon gegeben. Nach der Aufführung, die in allen Sprachen der betreuten Kinder gesungen wurde, gab es ein internationales Buffet, für das die Eltern kulinarische Köstlichkeiten ihrer Ursprungsländer beisteuerten – quasi eine kulinarische Weltreise.

Kindergarten rüstet sich für die Zukunft

Neuerungen Einige Neuerungen gibt es beim Kindergarten Unterbalzheim ab dem nächsten Herbst. Der bereits etwas umgestaltete Garten soll noch mit neuen Spielgeräten aufgepeppt werden. Da ab Herbst die zweite Krippen-Gruppe wieder eröffnet wird, wird auch der zweite Schlafraum reaktiviert. Darüber hinaus stehen Baumaßnahmen im Zuge der Ganztagesbetreuung im Kindergarten an. Es entsteht ein Essensraum und ein weiterer Schlafraum.

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