Balzheim Das Jahr der Bauprojekte

Das Neubaugebiet "Wagnersäcker III" gehörte zu den zahlreichen Bauprojekten 2014 in Balzheim.
Das Neubaugebiet "Wagnersäcker III" gehörte zu den zahlreichen Bauprojekten 2014 in Balzheim. © Foto: Vanessa Arslan
VANESSA ARSLAN 30.12.2014
Ob Umbau, Neubau oder Sanierung: 2014 gab es in Balzheim viele Bauprojekte. Zudem wurde das Dorfcafé ins Leben gerufen, und Bürgermeister Herrmann feierte sein 25-jähriges Jubiläum im öffentlichen Dienst.

Das Jahr 2014 hielt einiges bereit für die Gemeinde Balzheim. Jubiläen, eine Vereinsgründung und eine -auflösungen, Feiern und Feste. Vor allem aber hat die Gemeinde viele Bauprojekte ins Rollen gebracht. Bereits im vergangenen Jahr begann die Verwaltung mit der Planung zur Erschließung des zweiten Bauabschnitts im Neubaugebiet "Wagnersäcker III". 16 Bauplätze konnten innerhalb eines Vierteljahres für rund 490 000 Euro erschlossen werden. Im Sommer wurde der Kinderspielplatz "Wagnersäcker" in Unterbalzheim vergrößert und neu gestaltet. Es fielen Kosten von etwa 47 000 Euro an. "Wir haben die Anlage überarbeitet, neue Spielgeräte und einen anderen Zaun angeschafft", sagte Bürgermeister Günter Herrmann.

Die Berggasse sanierten Bauarbeiter im Spätsommer. Ebenfalls im Sommer wurde das Gasthaus Löwen erweitert, die Küche und Lagerräume umgebaut. Eine behindertengerecht Toilette kam dazu. Im Herbst packte die Gemeinde den Neubau der Brücke in der Mühlgasse sowie die Sanierung der Brücke in der Schmiedgasse an. In der Mühlgasse hatte die Brücke bereits Risse und Betonteile waren durchfeuchtet. Eine Restaurierung half hier nicht mehr: eine neue Brücke musste her. Noch nicht begonnen, aber schon geplant ist die Erweiterung des Gebietes "Brühl I" in Unterbalzheim. Die Änderung erlaubt der Firma Wirth, sich baulich zu erweitern, wodurch etwa 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Doch 2014 wurde in Balzheim nicht nur gebaut. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai wählten die Bürger vier neue Gemeinderäte: Thomas Motz, Gerhard Rabus, Rudolf Kohl und Sabine Julia Krejtschi. Zwei Monate später wurde die Narrenzunft "Keßler Hexa" gegründet. "Für die Gemeinde ist es schön, dass es nun einen Fasnachtsverein gibt", sagte Herrmann im Juli dieses Jahres.

Für den Rathauschef selbst war das Jahr 2014 auch ein besonderes Jahr. Er feierte sein 25-jähriges Jubiläum im öffentlichen Dienst. Außerdem wurde er auf dem Gemeindetag Baden-Württemberg für 20 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit geehrt. Seit Januar hat er wieder das Amt des Vorsitzenden der Musikschule Iller-Weihung inne. Im November löste Günter Herrmann Illerriedens Bürgermeister Jens Kaiser als Vorsitzenden des Kreisverbands Alb-Donau im Verband baden-württembergischer Bürgermeister ab.

Zu den wichtigen Neuerungen der Gemeinde gehört auch die Gründung des Dorfcafés Oberbalzheim. Anfang dieses Jahres eröffnete der Treffpunkt für Jung und Alt. Ehrenamtliche Helfer organisieren die Kaffeerunde immer sonntags.

Neben Neugründungen- und Wahlen gab es 2014 auch die Auflösung der Gesangsvereins Balzheim. Mit rund 100 Vereinsjahren war es der älteste Verein Balzheims. Hauptgrund für die Auflösung war der Mangel an Nachwuchssängern. Ein unerfreuliches Ereignis für die Gemeinde.

Dafür kam gleich Anfang des Jahres Freude bei den Balzheimer auf, als sich hoher Besuch ankündigte: Ulms Bürgermeister Ivo Gönner kam in die Stiftungshalle. Über 300 Besucher strömten zum kleinen Kulturprogramm der Stiftung Oberbalzheim. Im Dezember vor rund 70 Jahren lagerten die Ulmer ihren Schwörbrief in das Unterschloss in Balzheim. Das Dokument überstand sogar einen Schlossbrand vor 40 Jahren. Heute ist es wieder in Ulm untergebracht. Die Veranstaltungen der Stiftung Oberbalzheim lobte Herrmann bei seiner Bilanz zu 2014. Im Großen und Ganzen war er zufrieden: "Es war ein gutes Jahr für die Gemeinde mit vielen Festen und einer aktiven, ehrenamtlich engagierten Bürgerschaft", fasste der Rathauschef zusammen.