Alles im Griff Das bisschen Haushalt

Schwer zu kalkulieren: Wann taucht die Katze auf? Und was bringt sie mit?
Schwer zu kalkulieren: Wann taucht die Katze auf? Und was bringt sie mit? © Foto: Shutterstock
Samira Eisele 10.09.2018

Herrin über den Haushalt: Petra Schnierer ist das, ganz eindeutig. Die Erbacher Kämmerin ist für das komplette Finanzwesen einer Stadt verantwortlich: Haushaltsplanung und Rechnungsabschluss, Stadtkasse, die Veranlagung von Steuern, die Kalkulation von Gebühren und vieles mehr. Die oberste Haushälterin der Stadt Erbach wacht über rund 30 Millionen Euro. Und die berufstätige Mutter eines Neunjährigen und Halterin zweier Freigänger-Kater wacht auch zu Hause. Dort allerdings eher über das Parkett, und zwar streng.

Doch die knallharte Kalkulation hat im privaten Haushalt trotz intensiver Vorbereitung und Planung ihre Grenzen, sagt Schnierer: Trotz sorgfältiger Einweisung streifen sich die Kater nicht planmäßig die Pfoten ab, noch schwieriger als Steuereinnahmen ist es vorherzusehen, wann die Mäusejäger ein lebendiges Geschenk auf dem Küchenboden platzieren, und Haare verlieren die Raubtiere ohne jeden Kalkulationsgrund.

Und während die Buchführung in der Stadtkasse selbstverständlich akkurat und penibel ist, will sich dieser Zustand in Küche, Bad und Wohnzimmer einfach nicht einstellen. „Staubtrocken“, so die Kämmerin, sei es dort – wo man das doch eher über ihr berufliches Umfeld annimmt. Was hilft?

Drei Tipps hat Schnierer, die sich nun wirklich nicht als Expertin für den Familienhaushalt dargestellt sehen möchte, dennoch parat: Der geölte Parkettboden freut sich über die Behandlung mit einer natürlichen Pflegeemulsion, die einfach ins Putzwasser – das für Parkett besser ohne scharfes Putzmittel bleibt – geschüttet wird. Auf diese Weise lässt sich das Abschleifen des Bodens noch hinauszögern, bis das Kind aus dem Haus ist, hofft die Erbacherin. Tipp 2: Rechtzeitig einen Staubsaugerroboter anzuschaffen. Und (Tipp 3) sich dann eine gute Flasche gekühlten Weißwein öffnen, ein Glas daraus zu genießen und im Haushalt – anders als in der Stadtkasse – einfach auch mal Fünfe grade sein zu lassen.

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