Veranstaltung Das 1a-Dorffest hat ein Luxusproblem

Der Musikverein Einsingen spielte gestern auf dem Steinberger-Hof unter anderem „Dem Land Tirol die Treue“.
Der Musikverein Einsingen spielte gestern auf dem Steinberger-Hof unter anderem „Dem Land Tirol die Treue“. © Foto: Foto: Franz Glogger
Samira Eisele 18.06.2018

Wir haben eigentlich gar nicht mehr viel Werbung gemacht – es kommen alle wieder.“ Wenn Wolfgang Mörsch vom Organisationsteam so erzählt, wird deutlich, dass für die Besucher der Name des 1a-Dorffests in Dellmensingen längst nicht mehr nur für den ursprünglichen Anlass der Veranstaltung steht – einer Sammlung für die damals vorgeschlagene Querspangenvariante 1a. Zum 22. Mal luden Vereine und Gruppierungen aus Dellmensingen und Ersingen am Wochenende zum Fest, das laut Mörsch die erwartete Besucherzahl von 10 000 sogar übertraf.

Dazu beigetragen hat das gute Wetter: Die für Sonntag angekündigten Regenschauer blieben aus. Auf sieben Höfen im Ort – Steinberger, Moll-Hof, Moll-Schuppen, Härle, Fesseler, Birk und Lochre – fanden die Besucher die bewährte Vielfalt an Essen vor: Von Fisch im Bierteig über vegetarische Gemüsepfanne bis zum beliebten Spießbraten und Spareribs. Letztere waren kurz nach dem Mittagessen ausverkauft, berichtet Mörsch, auch der Fisch sei knapp geworden. „Wir sind am Limit“, sagte er zu den Besuchermassen – jedoch ohne dabei schlechte Laune zu bekommen. Schließlich sei das ein „Luxuspropblem“. Das Geld, das mit dem Dorffest eingenommen wird, geht wie in den vergangenen Jahren an die Vereine: Alle Einnahmen werden in einer Kasse gesammelt und nach Arbeitsstunden auf die Vereine verteilt, sagt Mörsch.

Zum Unterhaltungsprogramm trugen unter anderem die Auftritte der Musikvereine Dellmensingen, Einsingen, der Stehbach Musikanten und der Oldies aus Unterkirchberg bei. Nachdem die Musiker am Samstag gegen 1 Uhr aufhörten zu spielen, ging es im „brechend vollen“ Moll-Schuppen bis 3 Uhr nachts mit der Disco weiter. Beim Oldtimer-Umzug am Samstagnachmittag waren rund 50 Gefährte zu sehen – zusätzlich zu den Fahrzeugen, mit denen Kindergarten- und Schulkinder daran teilnahmen.

„Es war ein ganz friedliches Fest, ohne Zwischenfälle“, sagt Mörsch zufrieden am Sonntagnachmittag, als das Fest sich – ganz ohne Fußballübertragung – dem Ende neigte. Das Organisationsteam habe sich darauf geeinigt, lieber schneller aufzuräumen, damit alle Helfer danach in Ruhe das WM-Spiel Deutschland - Mexiko gucken können, sagte Mörsch

Wer alles mitmacht
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