Bereits am vergangenen Samstag war ein Patient aus dem Landkreis Reutlingen im Alb-Donau Klinikum Blaubeuren gestorben. Erst wenige Stunden vorher stand fest, dass er mit dem Coronavirus infiziert war.

Wie die Alb-Donau-Kreis GmbH für Gesundheit und Soziales am Dienstag mitteilt, war der Patient ca. 60 Jahre alt und litt unter zahlreichen massiven Vorerkrankungen. Er kam bereits am Dienstag 17. März in einer lebens­bedrohlichen Situation per Notarzt in die Klinik und lag nach mehreren Notfalleingriffen von Beginn an auf der Intensivstation.

Obwohl er weder Symptome von Covid-19 zeigte, noch im Risikogebiet war noch von einem Kontakt mit einem bestätigten Fall wusste, nahmen die behandelnden Ärzte sicherheitshalber einen Abstrich. Das Ergebnis war am Samstag da und positiv. Wenige Stunden danach verschlechterte sich sein Zustand massiv und er verstarb trotz Beatmung.

Die Klinik hat umgehend das Gesundheitsamt des Alb-Donau-Kreis informiert und in Absprache mit diesem die notwendigen Sofortmaßnahmen inklusive der Risikobewertung der Kontaktpersonen beim Personal und dem einzigen Mitpatienten vorgenommen. Mehrere Mitarbeiter wurden getestet und häusliche Isolierung angeordnet. Inzwischen liegen die meisten Testergebnisse vor. Sie sind bisher alle negativ.

Klinikum wird „C19-Krankenhaus“

Die Erfahrungen von China und Italien bei der Bewältigung der Corona-Pandemie zeigen, dass dort die Intensivversorgung und Beatmungskapazitäten das Nadelöhr waren, schreibt Daniela Rieker, Pressesprecherin der ADK GmbH für Gesundheit und Soziales. Aus diesem Grund habe der Schwerpunkt im Alb-Donau Klinikum in den vergangenen Tagen vor allem in einem möglichst schnellen Ausbau dieser Behandlungsmöglichkeiten und dem Einrichten einer Isolierstation gelegen. Eine der Empfehlungen geht in eine strikte Trennung von Patienten mit und ohne Covid-19. Dies gilt auch für das Personal.

Ehingen

Daher hat der Koordinierungsstab der ADK GmbH am vergangenen Mittwoch beschlossen, die Standortverteilung seines Alb-Donau Klinikums strategisch zu nutzen. Die Intensivstationen der Standorte Blaubeuren und Ehingen teilen sich die Aufgaben, so dass Kompetenzen gebündelt und Patienten wie Personal geschützt werden können. Auf Grund der vorhandenen Infrastruktur wird der Standort Ehingen das „C19-Krankenhaus“. Hier sollen alle Covid-19 Patienten, die eine stationäre Versorgung benötigen, gebündelt versorgt werden.