Musik Chor „Klangspiel“ singt bewegende Gospels

„Klangspiel“ sang Gospels mit  viel Gefühl .
„Klangspiel“ sang Gospels mit  viel Gefühl . © Foto: Kurt Högerle
Wain / Kurt Högerle 11.07.2018
Der Dietenheimer Chor „Klangspiel“ sang bewegende Gospels im Kulturstadel Wain.

Als klassisch organisierter Gesangsverein sind die Mitglieder des noch jungen Dietenheimer Chors „Klangspiel“ weitläufige Bühnen gewohnt. Am Samstagabend mussten sie sich in Theo Koblers Kulturstadel auf den wenigen Quadratmetern seiner winzigen Bühne zurecht finden. Auch das Publikum drängte sich auf engem Raum ganz nah an den Interpreten.

Das war ein Glück für beide Seiten, denn der Abend stand unter dem Motto „Get together!“ Kommt zusammen! Gospels gab es in in den Gottesdiensten der Südstaaten-Sklaven geboren. Die sonntäglichen Messen waren das einzige Freiheitsversprechen, das von der hoffnungslosen Tristesse der anderen Tage ablenken konnte. Von „good spell – frohe Botschaft“ leitet sich der Name des Genres ab, und tatsächlich sind die Texte voller Hingabe, die Melodien strotzen vor Optimismus.

Das Wesen des Gospels

Viele Einsichten in das Wesen der Gospels erhielt das Publikum durch die Ansagen und Überleitungen von Dirigentin Katrin Scholz; sie wurden durch ihre einfühlsame und kenntnisreiche Direktheit und zu einem essentiellen Bestandteil des Liederabends. Bei den Titeln wechselten sich bekannte wie „Oh happy day“ oder „I will follow him“ mit selten gehörten wie „His eye is on the sparrow“ ab. Oder „Get together in the name of the Lord“, dem Auftakt und Titelgeber des Abends.

Die Sänger waren stimmsicher und sagen vor allem extrem achtsam. Achtsamkeit ist speziell beim Gospel von allergrößter Bedeutung, und da punkteten vor allem die zweiten Stimmen. Nicht nur die, die Melodie trugen, sondern jene, die die filigranen Harmonien aufspannten und die erst ein Lied zum Gospel machen.

Hinterher waren Besucher und Chorsänger angetan: So eine Bühne sei eine ganz neue Erfahrung, und zwar eine großartige. Theo Kobler, Gastgeber und spiritus rector des Stadels, sprach gleich nach der Zugabe eine neue Einladung aus. „Wir kommen gerne wieder,“ versprachen die Sänger, und die beeindruckten Zuhörer sicher auch.

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