Alb-Donau-Kreis Moment mal: Ein Hauch von Grüner Hölle

Leitplanken mit Unterfahrschutz im Oberen Schmiechtal: kein Grund zum Rasen.
Leitplanken mit Unterfahrschutz im Oberen Schmiechtal: kein Grund zum Rasen. © Foto: ADAC
Thomas Steibadler 02.08.2017
Ein Hauch von Grüner Hölle und genauso gefährlich: Die Kreisstraße 7410 im Alb-Donau-Kreis.

Adenauer Forst, Schwedenkreuz, Hatzenbach und natürlich Schwalbenschwanz und Hohe Acht. Wer kennt sie nicht, die klangvollen Namen der legendären Nürburgring-Nordschleife. Nicht von ungefähr wird die wohl spektakulärste Renn­strecke auch respektvoll „Grüne Hölle“ genannt. Ähnlich Respekt gebietende Straßen wie in der Eifel finden sich auch im Alb-Donau-Kreis. Leider lassen manche Auto- und auch Motorradfahrer diesen Respekt vermissen. Eine solche Strecke, die vor allem bei Motorradfahrern beliebt ist und durchaus einen Hauch von Grüner Hölle vermittelt, ist die Kreisstraße 7410 im Oberen Schmiechtal. Dort, zwischen Gundershofen und der Einmündung in die L 230 bei Münsingen-Böttingen, findet sich alles, was Freunde der Schräglage jubeln lässt.

Leider übertreiben es einige, so dass die Strecke immer wieder in den Unfallberichten der Polizei Erwähnung findet. Das ist auch dem ADAC Württemberg zu Ohren gekommen, der die Kreisstraße deshalb in ein „kleines Förderprogramm“ aufgenommen hat, wie Reimund Elbe von der Unternehmenskommunikation des Clubs erläutert. Gefördert wird demnach der Anbau von Leitplanken mit Unterfahrschutz. Dieser Unterfahrschutz soll verhindern, dass gestürzte Motorradfahrer unter der Leitplanke durchrutschen oder gegen einen Stützpfosten prallen und sich verletzen. In Zusammenarbeit mit dem Fachdienst „Straßen“ des Landratsamts Alb-Donau hat der ADAC solche Planken mit Unterfahrschutz an kritischen Passagen der K 7410 montieren lassen. Insgesamt etwa 300 Meter.

Nun kann ein Unterfahrschutz helfen, schwere Verletzungen zu vermeiden, Stürze verhindern kann die Vorrichtung nicht. Deshalb, sagt Reimund Elbe, soll die spezielle Schutzplanke auch als Signal dienen: Achtung, hier ist eine Gefahrenstelle! Und die lauern nicht nur in der Grünen Hölle.