Thomas Steibadler  Uhr

Vollgas und Elektromotor sind keine Gegensätze. Das beweisen uns seit Jahrzehnten die Rennbahnen von Carrera. Der Hersteller Neuhierl aus Fürth war zwar nicht das einzige Spielwarenunternehmen, das mit seinen Rennbahnen unsere Kindheitsträume beflügelt hat. Es gab auch Märklin Sprint, aber die Bahnen und Autos waren irgendwie nicht so cool. Und es gab Faller Modellbahnen und Autos, die jedoch viel besser zu den Häuschen auf der Modelleisenbahn passten.

Inzwischen gehört die Marke Carrera – ebenso wie Schildkröt Puppen, Playmobil Figuren und Pustefix Seifenblasen-Flüssigkeit – dem österreichischen Unternehmen Stadlbauer Marketing und Vertrieb. Trotzdem schwört, wer im Hobbykeller Vollgas geben will, nach wie vor auf Carrera. Zum Beispiel die Interessengemeinschaft Alb-Race-Slotter in Westerheim. Die richten seit einigen Jahren regelrechte Renntage aus und sind am Sonntag, 24. März, auch Station der „Carrera Profi Liga“. In diesen Wettbewerben – insgesamt 14 Stationen sind geplant – treten laut Carrera-Homepage die besten Fahrer aus Deutschland und Österreich an. Mitmachen kann laut Andreas Schönmann von den Alb-Race-Slottern im Prinzip aber jede und jeder, wobei das Mindestalter zehn Jahre beträgt. Die Rennen führen auf der 43 (!) Meter langen Bahn in Westerheim über jeweils 15 Runden, die Schnellsten der Schnellen qualifizieren sich für das große Finale am 18. Mai in der „Carrera World“ in Oberasbach bei Nürnberg.

Damit sich die Racer auf der Club-Bahn im Maßstab 1:24 zurechtfinden, bietet die IG die Möglichkeit zum freien Training. Am Samstag, 16. März, kann die Bahn von 14 bis 19 Uhr ausprobiert werden. am besten das eigene Carrera D124-Modell mitbringen – vorher Originalreifen aufziehen, Heckmagneten entfernen und Leitkiel montieren. Beim Rennen selbst müssen sich die Teilnehmer dann mit den von Carrera gestellten Fahrzeugen anfreunden: BMW M1 Procar mit dem klangvollen Beinamen „Regazzoni“. Was uns zu dem legendären Rennfahrer Clay Regazzoni bringt…