Dietenheim Bürgerwehr feiert Fasnet bei Kappensitzung - Klein, aber fein

Vor rund 100 Narren bewies die aus lauter Männer bestehende Bürgerwehr-Garde bei der Kappensitzung ihr tänzerisches Geschick.
Vor rund 100 Narren bewies die aus lauter Männer bestehende Bürgerwehr-Garde bei der Kappensitzung ihr tänzerisches Geschick. © Foto: Martin Dambacher
MARTIN DAMBACHER 02.02.2015
Schunkeln, Stimmung und Einlagen: Das macht die Kappensitzung der historischen Bürgerwehr aus. 100 Narren feierten im Don-Bosco-Heim Fasnet.

Prinzessin Manfreda I. und Prinz Melanias I. heißt das diesjährige, "verkehrte" Prinzenpaar der historischen Bürgerwehr, das zusammen mit der männlichen Prinzengarde und dem Hofstaat der Ranzenburger Narrenzunft zu Beginn der Kappensitzung ins Don-Bosco-Heim einmarschierte. Dabei mussten sich Melanie und Manfred Unger vor dem "normalen" Prinzenpaar Caro I. und Oli I. nicht verstecken. Beide Paare machten auf der Bühne nebeneinander eine gute Figur. Beklatscht wurden die vier Tollitäten samt Gefolge bei ihrem Einzug von rund 100 Narren, darunter Bürgermeister Christopher Eh und die Pfarrer Gerhard Bundschuh und Thomas Breitkreuz.

Aber auch Gäste der Spielmannszüge Ehingen und Munderkingen sowie der ehemaligen Patenkompanie waren der Einladung von Kommandant Carsten Baur gefolgt, Hofmarschallin Melanie Reuter nutzte dies gleich, um neben dem bekannten "Narro Ahoi" auch die Ehinger und Munderkinger Narrenrufe "Kügele Hoi" und "Narro Hee" anzustimmen.

Gut gelaunt ging es dann in den gut gefüllten Programmteil des Abends, den die Jugendgarde der Narrenzunft mit ihrem "Aliens"-Tanz eröffnete. Fast genau so grazil wie die jungen Mädchen zeigten sich auch die gestandenen Männer der Bürgerwehr-Prinzengarde, die in kurzen Röckchen und knappen Tops ihre akrobatische Seite unter Beweis stellten, trainiert wurden die "Damen" in diesem Jahr erstmals von Lisa Kutscher.

Eine gute Figur machte anschließend auch Tambourmajor Sebastian Graf, der in der Bütt jede Menge Leute persiflierte. Neben einigen Kameraden der Bürgerwehr und des Spielmannszuges bekam dabei auch Narrenzunftpräsident Uwe Bimek sein Fett ab, vor allem sein Nickerchen auf dem Sofa während des Hofballs oder die Einblicke in den Ablauf einer Elferratssitzung sorgten für allgemeine Erheiterung.

Lustig wurde es auch, als Steffi Miller und Carsten Baur in einem Sketch doch glatt den Zahnarzt mit dem Frauenarzt verwechselten und Freddi Lohr als "Tadeus Funkus" in die Bütt stieg.

Für weitere Lacher sorgten das Synchron-Haarewaschen einiger Spielmannszügler sowie der gespielte Witz "Palim-Palim" von Andi Sorge und Oli Wiederer.

Nach diesem Feuerwerk an Einlagen verlegten die Kameraden der historischen Bürgerwehr ihre Kappensitzung an die Bar und auf die Tanzfläche. Den passenden Sound dafür lieferte Alleinunterhalter Karl Gutmann aus dem bayerischen Kirchhaslach.