Noch eine Woche bis zum zweiten Wahlgang in Illerkirchberg. Anton Bertele tritt nach zwei Amtsperioden nicht mehr als Bürgermeister für den 4800 Einwohner zählenden Ort an.  Dem Vernehmen nach ist es in den 14 Tagen nach dem ersten Urnengang in Sachen Wahlkampf recht ruhig geblieben. So fand sich in den Briefkästen von einem Bewerber ein Brief, in dem er sich für das Ergebnis bedankt und um weitere Stimmen wirbt, ein anderer machte dies im jüngsten Mitteilungsblatt. Teils wurden an den Straßen Konterfeis nachplakatiert und die speziell eingerichteten Webseiten ergänzt. Hausbesuche blieben aus, zumindest im größeren Stil. Seitens der Gemeinde waren nach zwei öffentlichen Vorstellungsrunden in der Sporthalle unter Corona-Bedingungen keine Veranstaltung mehr vorgesehen. Aber es ist ja noch eine Woche Zeit, bis entschieden wird, wer den wohl wichtigsten Posten einer Gemeinde für die nächsten acht Jahre bekleidet.

Fünf Bewerber treten am 2. August wieder an

Der Wahlausschuss hat im jüngsten Mitteilungsblatt die Wählbarkeit der fünf Bewerber für die Neuwahl am 2. August bekanntgegeben. Und, da er seine Bewerbung nicht zurückgezogen hat, gehört auch der zu keiner Zeit in Erscheinung getretene Diplom-Ingenieur Samuel Speitelsbach (33) dazu. Damit ändert sich auch nichts an der aufgeführten Reihenfolge – sie richtet sich nach dem Eingang der Bewerbung –, außer, dass der in der Liste zuerst genannte Diplom-Finanzwirt Steffen Buse seit Samstag 50 Jahre alt ist. Es folgen Diplom-Verwaltungswirt Markus Häußler (34), Speitelsbach, Betriebswirt Sascha Vespermann (30) und CAD-Konstrukteur Giuseppe Lapomarda (58).

Wahlbeteiligung im ersten Rundgang 65 Prozent

Auch das Prozedere bleibt gleich: Die Gemeinde bildet einen Wahlbezirk mit der Sporthalle als einzigem Wahlraum, 3800 Wahlberechtigten können von 8 bis 18 Uhr ihre Stimme abgeben. Die Wahlbeteiligung am 12. Juli betrug 65 Prozent. Mit 34,8 Prozent (839 Stimmen) hatte Häußler die Nase vor Vespermann (24,2 Prozent / 585) auf sich vereinen konnte. Knapp dahinter Buse mit 21,5 Prozent (519) sowie Lapomarda mit 19,3 Prozent (466). Für den Dauerkandidaten Speitelsbach entschieden sich zwei Wähler.
Zwei der vier ernsthaften Bewerber haben ein Parteibuch. Doch sowohl Buse (Grüne) als auch Vespermann (SPD) versichern, dass ihre Parteizugehörigkeit, sofern sie gewählt werden, keine Rolle spielen werden.