Für einen Kompromiss waren die Positionen der Befürworter und Gegner in Lonsee am Ende zu weit auseinander: Am Montagabend stimmten die Gemeinderäte  bei einer Gegenstimme von Bärbel Wieland, UWG-Mitglied und stellvertretende Bürgermeisterin, für die Rechtmäßigkeit des Bürgerbegehrens gegen den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „An der Lone“ und damit für den Bürgerentscheid zu dem Vorhaben. Am Sonntag, 26. Juni, sind die Bürger in Lonsee zur Wahl aufgerufen und stimmen für oder gegen den vom Gemeinderat aufgestellten Bebauungsplan für das Baugebiet „An der Lone“ im heutigen Landschaftsschutzgebiet „Lonsee“.
 
Dort, auf einem Feld und einem landwirtschaftlichen Anwesen zwischen der Mehrzweckhalle und dem Rathaus, plant die Gemeinde ein neues Baugebiet mit etwa 26 Bauplätzen und einem Pflegezentrum. Die Verwaltung hat in der Vergangenheit angekündigt, dass dazu weite Teile des Feldes mit Erdaushub bis auf 1,50 Meter aufgefüllt werden müssen. Das wiederum stieß in Teilen der Bevölkerung auf Ablehnung, weil sich das Feld im heutigen Landschaftsschutzgebiet Lonsee befindet und für die Bebauung aus dem Schutzgebiet herausgelöst wird. Eine Gruppe um Melanie Schoch, Achim Weiß und Marianne Prinzing machte sich deshalb für ein Bürgerbegehren stark und sammelte Unterschriften. Ende März reichte die Gruppe 385 gültige Unterschriften ein, 271 waren laut der neuen Gemeindeordnung vom 1. Dezember 2015 erforderlich.
 
Am Dienstag, 31. Mai, will die Gemeinde nochmals eine Infoveranstaltung zum Baugebiet abhalten. Anfang Juni soll dann an alle Haushalte in der Gemeinde ein Info-Flyer verteilt werden, auf dem Befürworter und Gegner nochmals ihre Argumente darlegen.