Bildung Brief zum Schulkonzept

Die Erich-Kästner-Schule wurde mit Raummodulen erweitert, jetzt stehen die Zeichen auf Neubau. Eltern begrüßen dies und machen Vorschläge zur Laichinger Schulkonzeption.
Die Erich-Kästner-Schule wurde mit Raummodulen erweitert, jetzt stehen die Zeichen auf Neubau. Eltern begrüßen dies und machen Vorschläge zur Laichinger Schulkonzeption. © Foto: Sabine Graser-Kühnle
Joachim Striebel 13.10.2017

In einem „offenen Brief“ nehmen Eltern der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule Stellung zum Laichinger Schulkonzept. Sie sind gegen eine Trennung von Grundschule und Gemeinschaftsschule und sehen die mögliche Schließung der Außenstelle am Bleichberg kritisch. Das Thema Mensa dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden, meinen sie.

„Wir wollen gehört werden“, sagt Jessica Behr-Häberle zu dem „offenen Brief“, der auch an die Stadtverwaltung und die Mitglieder des Gemeinderats ging. Es handelt sich nicht um eine offizielle Stellungnahme des Elternbeirats oder der Schule. Positionen seien zwar in die Stellungnahme des Gesamtelternbeirats bei der Gemeinderatssitzung am 25. September eingeflossen, dennoch wollten sich die Eltern der Erich-Kästner-Schule, die am stärksten von den Veränderungen betroffen sein wird, äußern, sagt Jessica Behr-Häberle, die Mitglied im Elternbeirat ist.

Wie berichtet, hat sich der Gemeinderat im Grundsatz für ein neues Schulzentrum ausgesprochen, daran rütteln die Eltern nicht. Die Gemeinschaftsschule erfreue sich in Laichingen zunehmender Beliebtheit, heißt es in dem „offenen Brief“. „Neben dem funktionierenden Konzept kommt die Beliebtheit unter anderem daher, dass an unserer Schule die enge Zusammenarbeit von Lehrern, Eltern und Schülern als einer der grundlegendsten Bausteine geachtet und gelebt wird“, schreiben die Eltern.

Gut angenommen werde die Mittagsverpflegung, 150 Schüler nehmen in zwei Schichten im Vorraum der Jahnhalle ihr Mittagessen ein. Die Zahl steige von Jahr zu Jahr, deswegen könne der Bau einer Mensa nicht verschoben werden auf einen Zeitpunkt nach Erstellung eines Schulzentrums. Favorisiert werde der Bau einer schulinternen Mensa mit integrierter Küche, die bei Engpässen auch Schülern der Realschule und des Gymnasiums Platz bieten könne. Dafür komme auch eine Lösung mit Containern in Frage.

Die Verfasser des Briefs sprechen sich gegen einen Trennung von Grundschule und Gemeinschaftsschule ab Klasse 5 aus, wie es von Gemeinderäten angesprochen wurde. Ein Trennung wurde von einigen Räten als sinnvoll erachtet im Blick auf einen möglichen Schulverbund mit Umlandgemeinden für die weiterführenden Laichinger Schulen. Die Eltern dagegen sehen in einer Aufspaltung einen höheren Verwaltungsaufwand. Auch müsse die derzeitige Praxis, dass Grundschullehrer auch in höheren Klassen unterrichten, beibehalten werden.

Weiter Weg zur Schule

Thema in dem Brief ist auch die Standortfrage für die Grundschule. Mit einer Schließung der Außenstelle am Bleichberg müssten Eltern aus den nördlichen und östlichen Stadtteilen Kinder in das bis zu zweieinhalb Kilometer entfernte Schulzentrum schicken, das dann von mehr als 2000 Schülern besucht werde.

Der Beschluss des Gemeinderats zum Schulkonzept beinhalte noch keine verbindlichen Festlegungen, stellt der Laichinger Hauptamtsleiter Stefan Binder fest. „Es ist eine Diskussionsgrundlage“. Das gelte für die Außenstelle am Bleichberg, den Bau einer Mensa und eine mögliche Trennung von Grund- und Gemeinschaftsschule. Der Gemeinderat werde sich noch oft mit dem Thema beschäftigen. Derzeit gelte es „Meinungen einzusammeln“.