Sicherheit Brandschutztag zieht immer

Unter den Augen von Bürgermeister Achim Gaus werden Sandsäcke befüllt. Im Notfall, zum Beispiel bei Hochwasser, können mithilfe der Maschine in kurzer Zeit tausende Säcke befüllt werden.
Unter den Augen von Bürgermeister Achim Gaus werden Sandsäcke befüllt. Im Notfall, zum Beispiel bei Hochwasser, können mithilfe der Maschine in kurzer Zeit tausende Säcke befüllt werden. © Foto: Roland Schütter
Erbach / Roland Schütter 04.09.2018

Beim alle zwei Jahre stattfindenden Brandschutztag will die Feuerwehr Erbach ihre Arbeit vorstellen und ihre neuesten Errungenschaften der Öffentlichkeit präsentieren. Am Sonntag war dies der seit Juli bereitstehende Kommandowagen für den Einsatzleiter vom Dienst (KDOW). Und der stieß bei den Besuchern auf reges Interesse. Angesichts des regnerischen Wetters zeigte sich Uwe Steinle, Erbacher Abteilungskommandant, am Abend zufrieden über das Interesse der Bürger – auch wenn keine 2000 Besucher zum Brandschutztag kamen wie im Jahr 2016. Den ganzen Tag über gab es interessante Vorführungen und nicht zu vergessen: die gute Bewirtung der Feuerwehrmitglieder und ihrer Helfer.

Rund um die Uhr teilen sich die zwölf Zugführer aller Erbacher Wehren als Einsatzleiter das neue Fahrzeug, das eine Menge Technik an Bord hat. Neben Funk stehen eine Wärmebildkamera, ein Gasspürwarngerät und ein Türöffnungssatz zur Verfügung, der hauptsächlich für den Rettungsdienst und die Polizei benötigt wird. Natürlich sind auch Feuerlöscher und ein Erste-Hilfe-Rucksack mit Defibrillator im Wagen, erläuterte Jochen Ihle. Wer mochte, konnte sich gegen eine kleine Spende für die Jugendfeuerwehr von der langen Drehleiter in luftige Höhen befördern lassen und das Feuerwehrhaus von oben anschauen.

Kinder beeindruckte das im Rahmen der Brandschutzfrüherziehung verwendete Rauchhaus. Dort sah man gut, wie durch die richtige Belüftung ein verqualmter Raum rauchfrei wurde. Mittags führten die Fachleute eine Fettexplosion in einer simulierten Küche vor. Erstaunlich, wie schnell sich die Flammen ausbreiteten. Uwe Steinle: „Ganz wichtig ist es bei solch einem Vorfall, schnell einen Deckel darauf zu legen und den brennbaren Stoff von der Flamme zu ziehen.“ Die Zuschauer lernten auch, dass Wasser und Löschdecken zur Brandbekämpfung in diesem Fall ungeeignet sind. An einer anderen Station konnte man sich mit dem dafür geeigneten Löschspray vertraut machen, welches universell im Haushalt und der Küche eingesetzt werden kann und wie ein Deo benutzt wird.

Die 38-köpfige Jugendfeuerwehr mit ihren sieben Betreuern zeigte kurz darauf bei einer Löschübung ihr Können. Jeden Montag um 18 Uhr trifft sich die Jugend in zwei Gruppen zur Übung. Viele Gäste zog es zur Sackfüllstation, an der Sandsäcke für den Einsatz bei Hochwasser befüllt werden. Hier gab es auch die verschiedenen Sackarten von Plastik bis Jute zu sehen. Die Erbacher Feuerwehr lagert derzeit 1500 gefüllte Sandsäcke für den Notfall. Mit der Maschine lassen sich die 5000 bevorrateten leeren Säcke bei entsprechender Personalstärke innerhalb von zwei Stunden befüllen.

Gesamtwehr hat 185 Mitglieder

Gesamtfeuerwehr Die Freiwillige Feuerwehr Erbach besteht aus den Abteilungen Bach, Dellmensingen, Donaurieden, Erbach, Ersingen, Ringingen und den Altersabteilungen mit gut 185 Mitgliedern. Zudem gibt es Fachgruppen, etwa Technik und Ausbildung, in denen Mitglieder aller Abteilungen zu einem Thema zusammenarbeiten.  Gesamtkommandant ist Matthias Remlinger.

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