Zu seinem 45. Geburstag hat sich Timo Rang das schönste Geschenk selbst gemacht. Bei den baden-württembergischen Special Olympics Winterspielen in Todtnauberg hat der Blausteiner im Riesenslalom eine Goldmedaille gewonnen.

Mehr als 170 Athleten mit Behinderung kämpften am Notschrei im Schwarzwald um die Medaillen. Darunter Langläufer, Schneeschuhläufer und eben auch 63 Alpinfahrer. Der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger im Skispringen, Martin Schmitt, war offizieller Pate der Spiele und entzündete auch im Kurhaus das olympische Feuer für die Sportler.

Für die alpinen Skifahrer war der Riesenslalom der erste Wettbewerb der Spiele. Bei gutem Wetter und ausreichend Schnee konnten alle Athleten getreu dem Motto der Special Olympics, „Lasst mich gewinnen – und wenn ich nicht gewinnen kann, will ich mutig mein Bestes geben“ –, wirklich an ihre Grenzen gehen. Im steilen Gelände waren insgesamt 32 Tore zu durchfahren, die den Rennläufern einiges an Konzentration, Kraft und Koordination abverlangten.

Timo Rang, der mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen ist, gewann in seiner Klasse mit 1,05 Sekunden Vorsprung auf seinen stärksten Verfolger. Beim schnelleren Super G einen Tag später machten dichter Nebel und leichter Schneefall den Aktiven dann doch arg zu schaffen. So gab es einige Ausfälle. Auch Timo Rang blieb nicht verschont. Ausgerechnet in seiner Lieblingsdisziplin kam er bis zum allerletzten Tor gut durch. Das Ziel vor Augen, bis dahin mit Bestzeit, schoss er jedoch am letzten Hindernis vorbei. Das bedeutete unvermeidlich die Disqualifikation. Mit der souverän eingefahrenen Goldmedaille vom Vortag konnte der Blausteiner sich jedoch trösten, der erste Ärger war schnell vergessen.