Bebauung Blaubeurer Fabri-Institut geht ans Land

Blaubeuren / Thomas Spanhel 23.12.2016

Wilde Spekulationen rund um die bevorstehende Schließung des Heinrich-Fabri-Instituts der Universität Tübingen machen die Runde in Blaubeuren. Inhaltlich abgesichert ist dabei nichts. Ein Abriss der Instituts-Gebäudes, wie ein Gerücht lautete, stehe gegenwärtig überhaupt nicht zur Debatte, teilte Bernd Selbmann vom Landesbetrieb Vermögen und Bau auf Anfrage mit. Tatsache ist, dass der Pächter des Fabri-Instituts zum Jahresende seine Aufgaben an die Universität Tübingen zurückgibt. Die Universität wiederum gibt ihr Nutzungsrecht an den Landesbetrieb Vermögen und Bau zurück (wir berichteten).

Das Ulmer Amt des Landesbetriebs wird dann die Frage klären, ob Gebäude und Fläche für eine andere Landesnutzung benötigt werden. Wenn das nicht der Fall ist, kann das Land die Liegenschaft per öffentlicher Ausschreibung verkaufen. In diesem Fall werde der Käufer über das weitere Schicksal des Instituts bestimmen, erläuterte Selbmann.

Einst ein Forschungsakzent

Als Begegnungsstätte interdisziplinären Denkens wurde das Heinrich-Fabri-Institut von der Tübinger Uni bei der Eröffnung im Jahr 1985 gefeiert. Zuvor befand sich dort das Goethe-Institut. Über das Fabri-Institut sagte Walter Jens damals: Es solle einen Forschungsakzent setzen, „der gegenüber den dominierenden Natur- und Technikwissenschaften die Eigenständigkeit und Erneuerungskraft der Humandisziplinen bis hin zur Medizin unterstreicht“.

So groß war der Erfolg, dass das mit finanzieller Unterstützung von Uni, Bund, Stadt Blaubeuren und Alb-Donau-Kreis gründlich renovierte Gebäude fünf Jahre nach der Verwandlung in ein Geistes- und Sozialwissenschaftliches Forschungszentrum sogar noch ausgebaut wurde. sp