Auftritt Bläsernacht in Langenau gut besucht

Lichteffekte sorgten in der Martinskirche für passende Stimmung.
Lichteffekte sorgten in der Martinskirche für passende Stimmung. © Foto: Roland Schütter
Langenau / Roland Schütter 03.11.2018

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn strömten die Besucher in die Martinskirche. Wenig später gab es nur noch wenige freie Plätze, und die Programmblätter waren alle verteilt. Fast 500 Gäste erlebten eine eindrucksvolle Bläsernacht zum Reformationstag. Vier Bläser-Gruppen, die Posaunenchöre aus Langenau und Göttingen/Albeck, der Bezirksbläserkreis des Dekanates Ulm sowie Zeitsprung, ein fünfköpfiges Ensemble für alte Musik, begeisterten zwei Stunden lang die Anwesenden.

Unter der Gesamtleitung von Hans-Jörg Häge stand der Abend diesmal unter dem Thema „Eine unsichtbare Kirche – Luther in Venedig“. Pfarrer Martin Hauff skizzierte in seinen Lesungen die Geschichte der Protestanten während des römisch-katholischen Patriarchats. Bereits 1543 gab es ein Sendschreiben von Martin Luther an evangelische Christen, die die Gedanken der Reformation begierig aufnahmen und sich damit rasch den Gefahren und Verfolgungen aussetzten.

Damals war Venedig die Hauptstadt des europäischen Verlagswesens. Unsichtbar, im Verborgenen entstand die Gemeinde im Handelshaus deutscher  Kaufleute und wurde erst 1813 mit dem Erwerb des Gebäudes „Zum heiligen Schutzengel“ sichtbar, als daraus die Kirche namens „Chiesa Evangelica Alemanna“ wurde.

Von getragen bis fetzig

Gemischte Choräle, vorwiegend von italienischen, oft venezianischen Komponisten, aber auch von zeitgenössischen deutschen Komponisten, waren während des  Konzerts zu hören. Sie klangen im ersten Teil von verschiedenen Seiten der Empore, aus der Mitte des Kirchenschiffes und dem Altarraum.

Dazu eine schöne Lichtillumination, für die Maximilian Hentschel sorgte. Im zweiten Teil ging es mit Stücken wie „A Little Romance“ fetziger zu. Die Gäste sangen begleitet von den Bläsern Lieder wie „Ein feste Burg ist unser Gott“, „In dir ist Freude“ und „Laudato si – Sei gepriesen“. Das Finale ergänzte Pfarrer Hauff nach einem Gebet mit einem Abendsegen und der Einladung zum gemütlichen Plausch.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel