Bauen Biomassehof die Genehmigung verweigert

Lonsee / Petra Lehmann 18.05.2018

Am Ortsende von Urspring in Richtung Amstetten hatte ein Landwirt sein Grundstück mit Erde aufgefüllt, ohne die Gemeinde Lonsee zu informieren oder die Auffüllung genehmigen zu lassen. Die Auffüllung diene jedoch lediglich als Zwischenlager sei maximal 20 Zentimert hoch, erläuterte Bauamtsleiter Arwed Greiner dem Gemeinderat. Die Räte gaben dem Vorhaben nachträglich ein einstimmiges „Ja“.

Abfuhr problematisch

Für mehr Verärgerung im Rat und bei Bürgermeister Jochen Ogger sorgte ein anderes Vorhaben ebenfalls auf Urspringer Gemarkung. In dem noch nicht erschlossenen, aber als Bauerwartungsland ausgewiesenen Gewerbegebiet „Längenhalde“ hat ein Gartenbaubetrieb aus dem Göppinger Raum ein Grundstück gekauft. Dort soll nun eine versiegelte Kompostierfläche für gehäckselte Biomasse aus Grünschnitt und Wurzeln entstehen. Ogger sieht diesen Häckselplatz zwar nicht als Konkurrenz zum Lonseer Biomassehof. Da die Erschließung des geplanten Gewerbegebiets jedoch noch nicht gesichert ist, hält der Bürgermeister die Abfuhr des Häckselguts mit Lastwagen über einen nur drei Meter breiten Feld- und Radweg für problematisch. So sahen es auch die Räte und verweigerten einstimmig die Genehmigung.

Die Erschließung des zweiten Bauabschnitts im Baugebiet Hohegart in Radelstetten wird auf Herbst 2019 vertagt. Für Unmut im Ortschaftsrat hatten die zuletzt auf 154 Euro pro Quadratmeter kalkulierten Bauplatzpreise gesorgt: Sie seien für Radelstetten zu hoch – zumal es nur einen Bewerber gebe.