Erbach Biberschäden ersetzen

Erbach / SWP 07.09.2012

Um Entschädigungen für betroffene Landwirte ging es beim Gespräch des Kreisbauernverbands Ulm-Ehingen mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Karl Traub. Weil Landwirte immer stärker mit Preisschwankungen konfrontiert sind und Preisstürze bei Milch, Schweinen oder Getreide dazu führen, dass das Produzieren nicht mehr rentabel ist, halten der Vorsitzende Hans Götz und Geschäftsführer Roman Gottschalk einen steuerlichen Risikoausgleich per Rücklage für sinnvoll. Auch Eigentümer der durch den Ausbau der regenerativen Energien in Anspruch genommenen Flächen müssten angemessen entschädigt werden, war eine weitere Forderung. Der Bauernverband denkt an eine Durchleitungsgebühr für Stromleitungen; die Energieversorger seien private Unternehmen, die hohe Gewinne erwirtschafteten. Die Entschädigung müsse sich am Wert der Dienstbarkeit orientieren und nicht am Verkehrswert der Fläche.

Weiter besprochen wurde der aktuelle Stand zur Biberproblematik. Bedauert wurde, dass die grün-rote Landesregierung bisher keinen Fonds nach bayerischem Vorbild eingerichtet hat, der die Schäden durch den Biber ersetzt. Dieser Fonds sei aber notwendig, damit die betroffenen Landwirte nicht mit den Schäden allein gelassen werden. Naturschutz müsse solidarisch geschultert werden.

Die Forderung der EU, sieben Prozent der Betriebsflächen stillzulegen, passt nach Ansicht des Verbands nicht in die heutige Zeit, in der die Welternährung nicht gesichert ist und der Ausbau der regenerativen Energien zunehmend Fläche beansprucht.

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