Ermittlung Betrügereien haben stark zugenommen

Region / lai 05.09.2018

Die Masche ist immer die Gleiche: Das Telefon klingelt, am anderen Ende sind falsche Polizeibeamte, die von Einbrüchen in der Nachbarschaft berichten und sich nach Geld und Wertsachen erkundigen, die sie aus Sicherheitsgründen abholen wollen. Am Montag häuften sich solche Anrufe in der Region: am Nachmittag gleich bei drei Blausteinern, im Laufe des Tages bei drei Ulmern und gegen 19.45 Uhr bei einer Bürgerin in Staig. Alle Angerufenen erkannten den Betrugsversuch, legten auf und verständigten die Polizei.

Diese hat die Ermittlungen aufgenommen. Sie prüft auch, ob ein- und derselbe Betrüger die Anrufe tätigte oder ob es sich um mehrere Täter handelte. Bei der Polizeiinspektion Neu-Ulm wurden gestern vier weitere Fälle angezeigt. Wieder versuchten angebliche Polizeibeamte, die Angerufenen über ihre Vermögensverhältnisse auszufragen. Keiner der vier ging jedoch auf ein Gespräch ein.

Nach Schmuck gefragt

Auch im Landkreis Neu-Ulm waren die Betrüger zugange: Ein Unbekannter meldete sich bei einem Weißenhorner und berichtete ihm, dass Einbrecher festgenommen worden seien. Als der Anrufer nach Schmuck und Wertsachen im Haus fragte, antwortete der Mann, „dass er so etwas nicht besitze“. Daraufhin beendete der mutmaßliche Betrüger das Gespräch. Kurz darauf kam es zu einem ähnlichen Vorfall in Pfaffenhofen – ohne dass der falsche Polizist sein Ziel erreichte.

Betrügereien, in denen sich Anrufer als angebliche Enkel oder Polizisten ausgeben, werden immer häufiger, informiert die Polizei. Allein im ersten Halbjahr 2018 verzeichnet die Kriminalstatistik für den Bereich des Polizeipräsidiums Ulm 236 solcher Anrufe – 2017 waren es im gleichen Zeitraum noch 141 Fälle. Besonders die Anrufe falscher Polizeibeamter nehmen stark zu, sie stiegen auf das fast Zweieinhalbfache.

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