Dietenheim Bestens ausgebucht

Grundschul-Rektorin Heidi Kleck freut sich über die große Nachfrage aus dem Alb-Donau-Kreis.
Grundschul-Rektorin Heidi Kleck freut sich über die große Nachfrage aus dem Alb-Donau-Kreis.
BEATE REUTER-MANZ 06.11.2013
Grundschüler entdecken die Welt: Acht Kurse gibt es im Wintersemester der Hector-Kinderakademie in Dietenheim, diesmal auch Musik. Der südlichste Standort im Kreis ist bestens ausgebucht.

Die Hector-Kinderakademie in Dietenheim steckt im vierten Jahr, der Erfolg ist ungebrochen. Am Standort im südlichsten Zipfel des Alb-Donau-Kreis nehmen zwischen 120 und 150 Kinder regelmäßig das Angebot wahr, freiwillig in Kursen Neues zu erleben und zu experimentieren. So will es die Hector-Stiftung, die bekanntlich jene zehn Prozent der Grundschüler erreicht, die als besonders begabt einzustufen sind. Der Schwerpunkt der Förderung liegt auf den "Mint"-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Vorgeschlagen werden die aufgeweckten Kinder von ihren Klassenlehrern.

"Ich bin nach wie vor begeistert von dem Angebot", sagt die Dietenheimer Grundschulrektorin Heidi Kleck. Und sie freut sich über die regelmäßige Nachfrage aus dem gesamten Alb-Donau-Kreis. Die Eltern sind in diesem Fall gern Chauffeure und die Kinder finden außerschulische Zeiten in Ordnung.

Acht Kurse gibt es im kommenden Semester. Die Hector-Dozenten sind übrigens meist keine Lehrer. Vielmehr engagieren sich meist Studenten und Personen mit einem besonderen Hobby oder einem Fachgebiet, in dem sie sich besonders gut auskennen oder Menschen mit einem außergewöhnlichen Beruf. Heidi Kleck freut, dass es in diesem Herbst erstmals auch ein musisches Angebot gibt. Im Kurs "Lets play in a band" geht es um den ersten Zugang für junge Schüler zu populärer Musik. Gertrud Pleschke will dafür sorgen, dass es allen Spaß macht, zu grooven und zu rocken - und das ohne besondere Vorkenntnisse. "Mein Profil als Scherenschnitt", ist der Titel des Kunstkurses, in dem Künstler Hans-Joachim Berke seine Schützlinge in die Kunst der Scherenschnitt-Technik einweist. Richtig handwerklich wird es mit Technik-Lehrer Andreas Wagner, der mit seiner Gruppe einen Kleinsegler aus Balsaholz baut.

Keine Angst vor Spinnen! Im Kurs von Naturpädagogin Zita Sebö wird es keine Panik geben bei der Begegnung mit den Krabbeltieren. "Zu Unrecht als Monster verschrien", sagt sie. Die Dozentin nimmt mit ihren Teilnehmern kleine und große Exemplare unter die Lupe und gestaltet ein "Nagel-Spinnenbild mit Spinne." In den Bereich Natur, Biologie und Chemie fällt auch ihr Kurs "Wasserexperimente". Zweit und Drittklässler untersuchen, wie sich Blumen in gefärbtem Wasser verändern, wie aus Salzwasser Süßwasser wird und welche Gegenstände schwimmen. Hinaus in den Wald geht es mit dem Jäger Tobias Bieger und der Lehrerin Sandra Bieger. Die beiden erklären Erst- bis Viertklässlern, woran sie erkennen, ob ein Wildschwein im Wald war. Bei der Exkursion sollen Umwelt- und Naturerständnis gestärkt werden.

Einen sinnvollen Umgang mit neuen Medien bezweckt der Informatik-Kurs mit der Rektorin höchstselbst. Dabei schreiben die Kinder mit Hilfe von Computer und Digitalkamera eine eigene Geschichte. Gemeinsam werden Themen erarbeitet und dann geht es los mit dem Filmen und Aufnehmen. Nicht Fehlen darf natürlich der Renner seit Gründung der Dietenheimer Hector-Akademie. Wieder gibt es den beliebten Kurs "Raketenbau" mit Simon Diepold, dem Schüler der Hochbegabtenklasse des Ulmer Albert-Einstein-Gymnasiums.