Mobilität Besser radeln in Langenau

Auch mit sichereren Abstellplätzen, die das Radverkehrskonzept vorsieht, soll das Radeln in Langenau attraktiver gemacht werden. Foto: Oliver Heider
Auch mit sichereren Abstellplätzen, die das Radverkehrskonzept vorsieht, soll das Radeln in Langenau attraktiver gemacht werden. Foto: Oliver Heider © Foto: Oliver Heider
Langenau / Markus Fröse 14.02.2019

Seit 1996 hat sich doch einiges verändert. In der Welt, aber auch in Langenau. Das Radverkehrskonzept der Stadt stammt noch aus jenem Jahr, was für den Gemeinderat und die Stadtverwaltung Anlass ist, das Konzept in diesem Jahr fortzuschreiben und an die heutige Situation anzupassen.

Welche Schritte dazu notwendig sind, hat Michael Preuß vom damit beauftragten Planungsbüro Modus Consult Ulm in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats-Ausschusses für Soziales und Verwaltung beschrieben. Zunächst soll eine Bestandsaufnahme des Radwege-Angebots erfolgen. Bei einer Schülerbefragung und bei drei „Langenau fährt Rad“-Bürgerworkshops – der Auftakt findet am 20. Februar im Pfleghofsaal statt – sollen die Nutzer ihre Vorstellungen und Hinweise einbringen.

Nach einer umfangreichen Analyse der Faktoren will das Planungsbüro dann ein Netzkonzept erstellen. Das soll mittels eines Handlungskonzepts und eines Maßnahmenprogramms dann nach und nach umgesetzt werden. Den Schlussbericht der Fortschreibung möchte Preuß im Frühjahr 2020 präsentieren. „Eine einladende Rad-Infrastruktur soll entstehen“, sagte der Diplom-Ingenieur im Ausschuss. Ziel sei ein flächendeckendes Netz, das allen Radfahrertypen etwas biete: den „Alltagsradlern, Freizeitradlern, Gelegenheitsfahrern und den routinierten Fahrern“.

Schon länger wird in Langenau überdurchschnittlich oft das Rad genutzt, sagte Preuß. Angesichts dessen sei das Radwegenetz hier doch sehr „verbesserungswürdig“, meinte Rätin Cornelia Wiest. Einig war man sich in der Sitzung, dass es sehr wichtig ist, die Radnutzer bei der Entwicklung des Konzepts einzubinden. „Die Bürger kennen die Örtlichkeiten und die Probleme ja im Detail“, sagte Preuß. Weil Schüler mit die Hauptnutzer sind, habe man das Projekt bereits in den Schulen vorgestellt, informierte Bauamtsleiter Gerd Bühler, der die „Mobilitätswende in Langenau“ wesentlich mitorganisiert. Man habe die Schulen und Schüler eingeladen, sich „ins Konzept einzubringen“.

Ob denn auch der Verwaltungsverband Langenau als Straßenverkehrsbehörde in das Projekt eingebunden sei, fragte Rat Heinrich Buck (GUL): „Nicht dass wir etwas planen, dass der VVL dann ablehnt.“ Man werde sich mit dem VVL abstimmen, antwortete Bürgermeister Daniel Salemi. Jörg Thierer (FWG) fragte Preuß, wie er das Langenauer Konzept in die Radwegekonzeption des Alb-Donau-Kreises einbetten wolle. Diese liege ihm noch nicht vor, so der Planer. Aber man werde die Konzeption prüfen und das Langenauer Konzept mit dem des Alb-Donau-Kreises abstimmen.

Die Ausschuss-Mitglieder zeigten sich von der vorgestellten Konzeptumsetzung überzeugt und stimmten dieser geschlossen zu. Den Planansatz für die Kosten gibt die Verwaltung mit 40 000 Euro an. Der für die finanziellen Auswirkungen haushaltswirksame Beschluss sei im Rahmen der Beauftragung von Modus Consult bereits erfolgt.

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Prozent aller Wege innerhalb der Stadt werden mit dem Rad bewältigt. Das hat laut dem Planungsbüro Modus Consult eine Verkehrwege-Erhebung im Jahr 2013 ergeben.

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