Finanzen Bernstadt profitiert von guter Konjunktur

Bernstadt / psl 10.11.2018

Obwohl die Zuschüsse aus dem Ausgleichstock für das geplante Gemeindehaus und die Gestaltung des Burgplatzes weggefallen sind, konnte die Gemeinde Bernstadt im vergangenen Jahr 119 422 Euro erwirtschaften. Das geht aus dem Jahresabschluss 2017 hervor, den Bürgermeister Oliver Sühring in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt hat. Sühring führt dieses Plus hauptsächlich auf gestiegene Gewerbe- und Einkommenssteuereinnahmen zurück, die es wegen der sehr guten Konjunktur gab. Darüber hinaus seien Baumaßnahmen günstiger ausgefallen und der vierte Abschnitt des Baugebiets „Lange Wiese“ nicht erschlossen worden. Die Gemeinde musste auch anders als geplant keinen Kredit aufnehmen.

650 000 Euro für neuen Bauhof

Dennoch belaufen sich Bernstadts Schulden derzeit auf 766 000 Euro. Bei den allgemeinen Rücklagen stehen inklusive der Einnahmen von 2017 immerhin noch 324 465 Euro auf dem Konto, da lediglich 48 400 Euro entnommen wurden.

„Zur Finanzierung künftiger Vorhaben wird die Gemeinde allerdings um eine Kreditaufnahme nicht drum herum kommen“, stellte Sühring fest. Zurzeit gehen der Bürgermeister und die Räte von 300 000 Euro aus. Denn das für 2019 angesetzte Investitionsvolumen soll rund 1,5 Millionen Euro betragen. Geplant ist etwa der Neubau eines Bauhofgebäudes, für das 650 000 Euro im kommenden Haushalt veranschlagt werden sollen. Zudem stehen die Umgestaltung der Kreuzung an der Hörvelsinger Straße (250 000 Euro) und Kanalsanierungen (70 000 Euro) an. „Beim Erwerb von Grundstücken rechne ich mit einem Betrag zwischen 410 000 und 450 000 Euro“, sagte Sühring. Ein weiterer Kostenpunkt sei die Sicherstellung der Löschwasserversorgung im Gewerbegebiet Herdgasse. Der Behälter wird rund 75 000 Euro kosten. Längerfristig rechnet Sühring außerdem für die komplette Sanierung der Ortsdurchfahrt Schmiedgasse mit Kosten von rund einer Million Euro.

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