Unternehmen Belegschaft bei Albi wählt Betriebsrat

Albi in Berghülen (Archivbild).
Albi in Berghülen (Archivbild). © Foto: Joachim Striebel
Bühlenhausen / Joachim Striebel 17.04.2018
Edeka hat nach der Übernahme des Fruchtsaftherstellers Albi das Personal reduziert. Am 7. Mai ist Betriebsratswahl.

Beim Fruchtsafthersteller Albi in Berghülen-Bühlenhausen wird am 7. Mai ein Betriebsrat gewählt. Wie Karin Brugger von der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), berichtet, stehen für fünf Plätze im Betriebsrat 15 Kandidaten zur Wahl. Der Arbeitgeber habe erklärt, überhaupt nichts gegen einen Betriebsrat zu haben. Bei Albi sei dies eine „absolute Notwendigkeit“, sagt Brugger. Wie berichtet, hatte Edeka im Dezember das vor einer drohenden Insolvenz stehende Familienunternehmen, das keinen Betriebsrat hatte, übernommen.

Wie die Pressestelle der Edeka-Zentrale in Hamburg auf Anfrage mitteilte, habe eine „Anpassung des Personalbedarfs“ nachgeholt werden müssen. Das Unternehmen habe sich von einigen befristet angestellten Mitarbeitern getrennt. Zur Zahl der Beschäftigten macht Edeka keine Angabe. Vor der Übernahme seien es gut über 100 gewesen, jetzt unter 100, weiß die Gewerkschaft. Laut Edeka war das Produktionsvolumen in Bühlenhausen schon vor der Übernahme durch den Abzug von Handelsmarken deutlich gesunken. Wie berichtet, hatte Albi mit Großdiscountern zusammengearbeitet. Die „negative Mengenentwicklung“ habe sich verstärkt und betreffe vornehmlich die Markensäfte von Albi, schreibt Edeka. Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, ist die Marke Albi bei Rewe, Metro und Kaufland „ausgelistet“ worden.

Instandhaltungen im Werk

„Durch die verstärkte Belieferung der Unternehmen des Edeka-Verbunds, und insbesondere von Netto Marken-Discount, haben wir es geschafft, einen Teil dieser Ausfälle zu kompensieren“, schreibt die Edeka-Pressestelle. Im Werk sei eine Bestandsaufnahme der Anlagen und Prozesse vorgenommen worden, „einige Maßnahmen und Instandhaltungen wurden nachgeholt, um die Sicherheit und Qualität der Produkte weiterhin zu gewährleisten“.