Soziales Beispiele für Integration

Sie wirken mit (v. li.): OB Alexander Baumann, Landrat Heiner Scheffold, Sozialdezernent Josef Barabeisch, Andrea Katz (Führungsakademie), Bürgermeister Daniel Salemi, Ursula Schmid-Berghammer (Führungsakademie), Alexandra Bluschke und  Emanuel Sontheimer (beide LRA) und Bürgermeister Klaus Kaufmann.
Sie wirken mit (v. li.): OB Alexander Baumann, Landrat Heiner Scheffold, Sozialdezernent Josef Barabeisch, Andrea Katz (Führungsakademie), Bürgermeister Daniel Salemi, Ursula Schmid-Berghammer (Führungsakademie), Alexandra Bluschke und  Emanuel Sontheimer (beide LRA) und Bürgermeister Klaus Kaufmann. © Foto: Landratsamt
Laichingen / Joachim Striebel 13.02.2019

Zugewanderte Menschen integrieren, Berührungsängste abbauen, Teilhabe in Vereinen und anderen ehrenamtlichen Strukturen ermöglichen: Dazu sollen modellhaft in drei Kommunen im Alb-Donau-Kreis Maßnahmen erarbeitet werden. Wie kurz berichtet, gehört Laichingen neben Ehingen und Langenau zu den ausgewählten Städten. Am Montagabend hat Emanuel Sontheimer, der Fachdienstleiter Flüchtlinge und Integration im Landratsamt, das von der Führungsakademie Baden-Württemberg begleitete Projekt dem Laichinger Gemeinderat vorgestellt.

Nach der Präsentation kamen aus dem Gemeinderat zunächst keine Fragen zum Projekt, vielmehr wurden Erfahrungen geschildert, die die Integration erschweren. „An wen wendet sich einer, der arbeiten will, aber immer nur eine Genehmigung für ein halbes Jahr hat?“, wollte Dr. Günter Schmid (Igel) wissen. Direkt an die Ausländerbehörde des Landratsamts, antwortete Sontheimer. Mit der habe er nur negative Erfahrungen gemacht, sagte CDU-Stadtrat und Unternehmer Joachim Reif. „Die sind Sperrholz in dem Geschäft.“ Fachdienstleiter Sontheimer riet, sich bei Problemen direkt an seine Kollegin bei der Ausländerbehörde zu wenden. Bürgermeister Klaus Kaufmann nannte als Ansprechpartnerin auch die Laichinger Flüchtlingsbeauftragte Birgit Tegtmeyer.

Gisela Steinestel (Igel) wollte wissen, ob das Projekt speziell für Geflüchtete gedacht ist. „Es gibt auch andere Integrationsbedürftige.“ Man habe neu zugewanderte Menschen im Blick, primär also Flüchtlinge, „man kann das aber erweitern“, sagte Sontheimer. „Das ist auch mein Wunsch“, sagte Klaus Kaufmann.

Zugewanderten Menschen die deutsche Sprache beizubringen sei das eine, sagte der Bürgermeister. Das andere sei, die Entstehung von Parallelgesellschaften, die sich isolierten, zu verhindern. Da könne das Projekt helfen.

Ein Katalog mit Anregungen

Laut Landratsamt gibt es am 21. Februar einen Analyse- und Planungsworkshop mit Vertretern aus den drei Kommunen, wozu beispielsweise die Integrationsbeauftragten, Ehrenamtliche und Mitarbeiter von freien Trägern gehören. Danach soll es im Mai oder Juni Veranstaltungen in den drei Städten geben, im Sommer eine Auswertung und im Herbst eine Abschlussveranstaltung für Interessierte aus dem ganzen Landkreis.

Am Ende sollen die Ergebnisse in einem Beispielkatalog zusammengefasst werden, der Städten und Gemeinden im ganzen Landkreis Hilfestellungen geben kann.

Pakt für Integration

Projekt Der „Pakt für Integration“ des Landes Baden-Württemberg und der kommunalen Spitzenverbände enthält im Bereich Bürgerengagement das Modul „Prozessbegleitung“. In 23 Stadt- und Landkreisen wird das Vorhaben „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“  durchgeführt, der Alb-Donau-Kreis hatte sich erfolgreich darum beworben. Begleitet wird das Projekt von der Führungsakademie des Landes Baden-Württemberg, im Alb-Donau-Kreis sind Andrea Katz und Ursula Schmid-Berghammer von der Führungsakademie als Prozessbegleiterinnen zuständig.

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