Musikvereine Beim Musizieren wächst neue Gemeinschaft

Probe der neuen Gemeinschaftsjugendkapelle Asch/Bermaringen mit Dirigent Markus Mayer.
Probe der neuen Gemeinschaftsjugendkapelle Asch/Bermaringen mit Dirigent Markus Mayer. © Foto: Melanie Reiner
Asch / Melanie Reiner 21.06.2018

Die neue Gemeinschaftsjugendkapelle Asch/Bermaringen  steht kurz vor ihrem ersten Auftritt. Denn eine Gemeinschaft sind die Jugendlichen noch gar nicht so lange. Zum Zusammenschluss kam es, weil sich Ende 2016 die Gemeinschaft zwischen Asch und Blaubeuren auflöste, nachdem Dirigent Tim Beck die Leitung abgegeben hatte. Nach 15 Jahren Zusammenarbeit beendeten der Musikverein Asch und der Musikverein Stadtkapelle Blaubeuren die Kooperation im Jugendbereich – in beidseitigem Einvernehmen.

Die Ascher wollten ihre eigene Jugendkapelle gründen. Dabei gestaltete sich die Dirigentensuche aber schwierig, erzählt Kathrin Dick, Jugendleiterin des Musikvereins Asch. Glücklicherweise bekam die Kapelle, damit sie nicht auseinanderbricht, Unterstützung  in der Übergangsphase. Alfred König, der in Asch die Kapelle der Erwachsenen dirigiert, übernahm beide Leitungen. Auf Anfrage des Musikvereins aus dem Nachbarort Bermaringen kam es  dann zum Zusammenschluss auf „Probe“, angesetzt für den Zeitraum von September 2017 bis März 2018 unter Leitung des Bermaringer Jugenddirigenten Markus Mayer.

Kathrin Dick war zunächst besorgt, da die Jugendlichen verschiedene Schulen besuchen und sich nicht kannten. Erfreulicherweise konnten sie schnell neue Freundschaften knüpfen, es gab Kennenlerntage und Elternabende. Die Abstimmung, ob nun ein dauerhaftes Gemeinschaftsorchester entstehen soll, war eindeutig. „Ich bin froh, dass die Zusammenarbeit so gut funktioniert, eine entspannte Atmosphäre herrscht und sich keine Grüppchen gebildet haben, sondern eine Gemeinschaft“, freut sich die Leiterin.  Ähnlich sieht das Dirigent Markus Mayer. Er sieht im Zusammenschluss große Vorteile: Mit insgesamt knapp 30 Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 18 Jahren könnten alle Instrumente besetzt werden und es entstehe ein vollständiges Orchester. Das biete die Möglichkeit, andere Stücke zu spielen.

Spaß kommt nicht zu kurz

Natürlich müsse man immer die Balance finden, die Schwächeren nicht zu überfordern und die etwas Fortgeschrittenen nicht zu langweilen. Aber diese Herausforderung gebe es überall.  „Bei uns funktioniert das sehr gut“, berichtet der Dirigent. Das Wichtigste sei, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Es gehe nicht so streng zu wie in der Schule. Wie die Jugendleiterin berichtet, unternehmen die jungen Leute etwas gemeinsam, treffen sich beispielsweise zum Grillen oder Kegeln.

Dass das Orchester auch auf musikalischer Ebene harmoniert, hat es bereits während der „Probezeit“ beim Weihnachtskonzert in Bermaringen und bei der Frühjahrsunterhaltung in Asch unter Beweis gestellt. Auch die Jugendlichen können den positiven Tönen der Leiterin nur zustimmen, so meint die 16-jährige Eileen Mattheis: „Die Blaubeurer und Ascher waren früher eher in Gruppen unterteilt, jetzt ist alles vermischter. Mir gefällt es so besser.“ Aber nicht alle sind so entschieden wie die Trompetenspielerin. „Es war eine super Zusammensetzung mit Blaubeuren und ich fand die Trennung sehr schade. Aber jetzt gefällt es mir auch sehr gut“, meint Schlagzeuger Daniel Schmid. Beide sind schon vier Jahre Teil des Orchesters. Früher mit Blaubeuren, heute mit Bermaringen.

Info Das Jugendorchester probt jeweils dienstags von 18.30 Uhr an abwechselnd in Asch und in Bermaringen. In der neuen Zusammensetzung hat die Gemeinschaftsjugendkapelle Asch/Bermaringen ihre ersten offiziellen Auftritte am Samstag, 23. Juni, bei der Sonnwendfeier in Bermaringen und am Sonntag, 24. Juni, beim Gartenfest in Treffensbuch.

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