Bis Mitte April muss der Gemeinderat Nellingen darüber entscheiden, ob das Bürgerbegehren mit der Frage „Sind Sie gegen ein interkommunales Gewerbegebiet zwischen Merklingen und Nellingen?“ zulässig ist. Die Initiatoren kritisieren unter anderem den Flächenverbrauch und den zusätzlichen Verkehr durch das Gewerbegebiet. Die formellen Vorgaben hat die Bürgerinitiative „Aktion LandSchafft“ erfüllt. Doch an den rechtlichen Voraussetzungen könnte das Projekt scheitern: „Wir wissen nicht, ob das Gewerbegebiet zum Aufgabenbereich der Gemeinde Nellingen gehört“, sagt Bürgermeister Franko Kopp und verweist auf den Zweckverband Region Schwäbische Alb. Diesem haben die Mitgliedsgemeinden einige hoheitliche Aufgaben übertragen – unter anderem jene, einen Gewerbepark zu errichten. Kopp hat deshalb das Landratsamt eingeschaltet. Die Rechtsaufsichtsbehörde soll das nun prüfen. „Mir ist es wichtig, dass eine neutrale Stelle den Fall rechtlich würdigt“, erklärt Kopp. Erst dann will er das Bürgerbegehren im Gemeinderat behandeln lassen.

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Standortkonzeption beschlossen


Zugestimmt Nach Prüfung aller Flächen der Zweckverbandsgemeinden auf die Eignung für ein interkommunales Gewerbegebiet sah das beauftragte Städteplanungsbüro Künster drei mögliche Standorte: Das Areal „Laichingen Ost“ zwischen Machtolsheim und Laichingen im Bereich der Landesstraßen 230 und 1230, die Fläche „Nellingen Süd“ südöstlich der Landesstraße 1230 und die Fläche „Merklingen-Nellingen“ westlich der Landesstraße 1230. Dieser Standort unweit der Autobahn wurde empfohlen, die Gemeinderäte der zwölf Verbandsgemeinden stimmten der Standortkonzeption zu. jos