Veranstaltung Bedauern über Aus des Countryfestes

Karl-Heinz Otto (von links), Gerhard Gerstlauer und Heinz Mayer haben das Beimerstetter Countryfest  organisiert und groß gemacht. Und bei jedem Fest haben sich die Drei eine Zigarre angesteckt und diese dann in aller Gemütlichkeit geraucht.
Karl-Heinz Otto (von links), Gerhard Gerstlauer und Heinz Mayer haben das Beimerstetter Countryfest organisiert und groß gemacht. Und bei jedem Fest haben sich die Drei eine Zigarre angesteckt und diese dann in aller Gemütlichkeit geraucht. © Foto: Klaus Müller
Beimerstetten / Klaus Müller 01.08.2018

Ein 40. Mal wird es für das Beimerstetter Countryfest wohl nicht mehr geben. Bereits im vergangenen März, in der Jahreshauptversammlung des Turn- und Sportvereins (TSV), der das Fest inzwischen bereits 36 Mal veranstaltet hat, hatte der Vorstand den Mitgliedern angekündigt, dass das 37. Countryfest in diesem Jahr nicht stattfindet. Die umfangreichen Vorbereitungen sowie der Einsatz von mehr als hundert freiwilligen Helfern stehe in keinem Verhältnis mehr zur Wirtschaftlichkeit der Veranstaltung, sagte Kassierer Ralf Krech damals.

In den Beimerstetter Nachrichten informierte der Vorstand, der derzeit keinen Vorsitzenden hat, die Öffentlichkeit, dass der Gesamtausschuss des TSV nach mehreren Sitzungen und langen Diskussionen jetzt entschieden habe, dass das Countryfest in dieser Form ab 2018 nicht mehr stattfinden wird. Begründet wird der Schritt mit einer fehlenden Kostendeckung bei einem gleichzeitig immer größer werdenden Personaleinsatz. Auch habe man festgestellt, dass die einseitige Musikrichtung heutzutage nicht mehr allzu beliebt sei.

Am ursprünglich festgelegten Datum, 11. August, soll stattdessen auf dem Sportplatz eine kleine Grillfeier stattfinden, zu der jeder seine eigene Grillwurst mitbringen darf.

Als die drei Gründungsväter des Beimerstetter Countryfests – Karl-Heinz Otto, Gerhard Gerstlauer und Heinz Mayer – 1981 die erste Veranstaltung organisierten, kamen rund 800 Besucher. In den folgenden Jahren wurden es immer mehr Freunde der Countrymusik – und in den besten Jahren strömten zum Teil mehr als 3000 Fans auf das Beimerstetter Sportgelände. Das bedeutete viel Arbeit für die freiwilligen Helfer des Sportvereins. Das einst kleine Fest rund ums Sportheim wurde um einen halben Sportplatz erweitert, zudem spielten fortan zwei Bands im Wechsel. Auch das Drumherum passte für Western-Fans: Es gab eine „Rodeo-Bar“ und „für den Cowboymagen“ Feuerwürste, Rothäute – auf Schwäbisch Rote – Steaks und  Country Potatoes.

Viele Mitglieder und auch Fans aus den umliegenden Gemeinden bedauern, dass es das Countryfest nicht mehr geben soll. Neben Bürgermeister Andreas Haas, der bereits in der Jahreshauptversammlung sagte: „Dass das Countryfest 2018 ausfallen soll, ist schon ein kleiner Schock“, sind es vor allem die drei Gründungsväter, die von der Entscheidung des Ausschusses sehr enttäuscht sind. Sie hatten sich von Beginn an bei jeder erfolgreichen Veranstaltung eine Zigarre angezündet und zufrieden in die Runde geschaut.

15 Bands haben in den vergangenen Jahren in Beimerstetten gespielt

Countrybands Mehr als 15 Bands sind  in den vergangenen Jahren bei dem Fest in Beimerstetten aufgetreten. In den ersten drei Jahren „Harry’s Western Group“, die „Derringers mit Jack Charlton“ und die „Kentucky Bluefield mit Rüdiger Helbig“. Später kamen die „Jack outlaws“, die „Backroad & Friends“ sowie „Tennessie Express“, „Bryan`s Time“, die „Hillbillies“ und „The Silver Eagle Band“. Einer der Höhepunkt war drei Jahre lang der Auftritt der Münchner Country Girls „Queens of Heart“. Die Bands der letzten Jahre waren „Montana Highways“, „Brandon Wolfe Band“, „4inhand“, „Pete Stone Band“ und die „Yendis“.

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