Sanierung Baustopp für Altes Rathaus beschlossen

Blaustein / Samira Eisele 18.05.2018

„Dass wir Wippinger enttäuscht sind, brauche ich nicht besonders zu betonen.“ Ortsvorsteher Peter Enderle stimmte gemeinsam mit dem Ortschaftsrat und Grünen-Fraktionsvorsitzenden Robert Jungwirth – der sogar von einem „richtigen Zorn“ sprach – dagegen, dass der Umbau des Alten Rathauses Wippingen ausgesetzt wird und ein bereits bewilligter Zuschuss für die Sanierung der Grundschule Arnegg verwendet wird. Jungwith sagte, Wippingen werde als „Stiefkind“ behandelt – auch wegen des „wahnsinnigen Zeitverzugs“ der Ausschreibung. Der Rest des Gremiums stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu.

Wie berichtet waren die Kosten für den Umbau des Alten Rathauses, in dem die Kernzeitbetreuung der verlässlichen Grundschule Platz finden soll, von 500 000 auf 700 000 Euro gestiegen, während sich der nutzbare Platz für die Kinder verkleinerte. Nach einer Ortsbegehung und Beratungen im Ausschuss für Technik und Umwelt hatte dieses Gremium dem Gemeinderat vorgeschlagen, die Baumaßnahme auszusetzen und das Fördergeld umzuwidmen. Gegen den ursprünglichen Plan, die 162 000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG) aufzuteilen und den Sanierungen der Grundschulen Wippingen und Arnegg zukommen zu lassen, sprach, dass die Maßnahme in Wippingen dadurch im kommenden Jahr die Förderschwelle von 200 000 Euro überschreiten würde. Das Geld geht deshalb nur nach Arnegg.

Lösungsansätze diskutiert

Eine von Enderle geforderte „Vision“ dafür, wie es für die Wippinger Kernzeitbetreuung weiter geht, entstand in der Sitzung noch nicht. CDU-Fraktionschef Lothar Ruhnke fand, es müsse ein „ordentlicher Bau“ her – das Alte Rathaus sei keine Lösung mehr. Auch Gerhard Wolpert (Freie Wähler) sagte, man solle in „dieses Haus kein Geld investieren“ – er schlug vor, einen Bauträger zu finden und die Räume für die Kernzeitbetreuung anzumieten. Mit seinem Ratskollegen Jungwith teilte er die Enttäuschung darüber, dass zwischen Baubeschluss und Ausschreibung viel Zeit vergangen ist. Elisabeth Couvigny-Erb (Bürger-Bündnis) fand, man müsse nun wie ein privater Bauherr „sicher überlegen“, wie es weiter geht.

Zunächst muss eine Übergangslösung für die Schüler her, fanden Räte und Verwaltung: Die Kellerräume seien „nicht mehr zumutbar“, sagte Bürgermeister Thomas Kayser. Man sei schon in Gesprächen und habe eine gute Übergangslösung in Aussicht, sagte Hauptamtsleiterin Anke Jaeger: Genaueres könne sie noch nicht verraten.

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