Wirtschaft Bank wächst und bleibt selbstständig

Albeck / Regina Frank 19.07.2018

Der Vorstand der Raiffeisenbank Niedere Alb hält an der Selbstständigkeit der Bank fest, zumal sie überdurchschnittlich wächst und auch guten Ertrag erwirtschaftet. Wie Vorstandsmitglied Michael Weidner im Bilanzpressegespräch berichtet, liegt das Betriebsergebnis in Relation zur Bilanzsumme bei 1,02 Prozent und damit über dem Verbandsdurchschnitt (0,8 Prozent).

Indes: Auch die Raiba Niedere Alb steht angesichts der Nullzins-Phase unter Druck. Sie zahlt zwar ihren Mitgliedern für 2017 wieder eine Dividende von 5,25 Prozent aus. Aber nächstes Jahr werde die Dividende gekürzt, kündigte Weidner an.

Die Geschäftsstellen – Albeck, Göttingen, Bernstadt, Altheim/Alb, Ballendorf – bleiben erhalten. Weidner: „Es wird keine Schließungen geben.“ Zumal die Kundenfrequenz in den Geschäftsstellen sehr hoch sei. Der Vorstand ist überzeugt: „Auch Online-Kunden wollen persönlich beraten werden.“

Zum wirtschaftlichen Erfolg der kleinen Bank tragen laut Weidner – neben der Kundennähe – bei: flache Hierarchien. Ein Vorstand, der im Alltagsgeschäft mitarbeitet. Effizienz. Ein gutes Arbeitsklima. Nicht zuletzt qualifizierte Mitarbeiter. So hat die Bank – nachdem Silvia Munz den Vorstand aus gesundheitlichen Gründen verließ ­ – mit Martin Vonier im Dezember 2017 einen gelernten Controller als Nachfolger gewinnen können. Und: Die Raiba profitiert davon, dass andere Banken in der Region Geschäftsstellen schließen.  

Geschäftsjahr 2017 in Zahlen

Bilanzsumme 158,4 Mio. (VJ: 150,7)
Eigenkapital 8,5 Mio.  (8,2)
Einlagen 121 Mio. (113)
Kredite 130 Mio. (121)
Mitarbeiter 30 (30)
Geschäftsstellen 5 (5)
Mitglieder 3072 (3054)
Dividende 5,25 % (5,25%)

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