Laichingen / PETER SCHUMANN  Uhr
Im Erholungsgebiet "Westerlau" wird die Stadt in Kooperation mit dem TSV Laichingen eine Strecke für Mountainbiker herrichten. Betrieben wird sie dann von der Skiabteilung des Vereins.

Der Gemeinderat war sich sicher, für Laichingen ein attraktives Angebot zu schaffen und damit vor allem Jugendlichen eine weitere Aktivität im Freien zu ermöglichen. Er genehmigte mit großer Mehrheit am Montagabend die Erstellung eines etwa fünf Kilometer langen Rundkurses für Mountainbiker im Erholungsgebiet "Westerlau". Die für die Biker zugelassene Strecke führt über maximal zwei Meter breite Naturpfade, dabei sind etwa 500 Höhenmeter pro Runde zu bewältigen. Die Freilegung dieser Naturpfade kostet die Gemeinde einmalig rund 2500 Euro, die Pflege der Strecke übernimmt dann die Skiabteilung des TSV Laichingen. Diese zeigt sich erfreut von der Entscheidung des Gemeinderats, sieht sie mit der Schaffung dieser Strecke zahlreiche Vorteile. So gebe es im weiterem Umkreis kein vergleichbares Angebot, was die Attraktivität Laichingens steigern werde. Nicht nur die rund 50 Jugendlichen, die in der Skiabteilung jetzt auch im Sommer ein reizvolles Betätigungsfeld fänden, würden diese Strecke nutzen. Auch Radtouristen könnten dank der Anbindung ans Radwegenetz den Weg nach Laichingen finden. Durch eine verstärkte Kooperation zwischen Schulen und Verein könnte die Gesundheitsförderung von Schülern unterstützt werden, heißt es im Konzept der Skiabteilung.

Ganz unumstritten war diese Bikerstrecke aber nicht, wie die Diskussion im Gemeinderat zeigte. Stadtrat Kurt Wörner (CDU), gab zu, anfangs gegen diese Strecke gewesen zu sein. Als er die Pläne gesehen habe, habe er seine Meinung geändert. Sorgen bereitete den Räten vor allem ein möglicher Begegnungsverkehr zwischen Bikern und Fußgängern. Doch Heinz Köpf von der Stadtverwaltung konnte die Gemüter schnell beruhigen. Es gebe nur zwei Kreuzungspunkte. Dort würde durch Hindernisse erreicht, dass die Mountainbiker nur Schritttempo fahren könnten, betonte er in der Sitzung. Sorgen, dass durch die Biker die Funktion als Erholungswald zerstört würde (Sigrun Seiboth-Mack, Igel), versuchte Bürgermeister Klaus Kaufmann zu zerstreuen. "Die Strecke verläuft großteils am Waldrand, im Wald selbst gibt es noch genügend Ruhezonen." Ihre Fraktionskolllegin Gisela Steinestel sah dagegen mehr die Vorteile, die diese Strecke mit sich bringt: "Hier können wir für wenig Geld viel Gutes tun", argumentierte die Igel-Stadträtin.

Auch andere Räte befürworteten die MTB-Strecke. Martin Schwenkmezger (BWV): "Westerlau ist genau der richtige Standort." Und Alexander Stuhlinger (LAB) begrüßte sie deshalb, weil dort "bis zu 50 Jugendliche beim Mountainbike sein werden".

Laut Köpf würden die Verträge so formuliert, dass sich die Gemeinde, sollten negative Erfahrungen gemacht werden, jederzeit zurückziehen könne. Kaufmann: "Solltes es dauerhafte Schäden ziehen, würden wir die Konsequenzen ziehen. Sprich: Die Strecke würde nicht mehr als Bikerstrecke zugelassen, die Natur würde schnell dafür sorgen, dass sie als solche auch nicht mehr erkennbar ist.