Nahverkehr Bahn bittet Fahrgäste um Geduld

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Symbolbild © Foto: Eibner
Region / Thomas Steibadler 09.11.2018

Bahn-Pendler auf der Donautalbahn Ulm–Ehingen und der Strecke Ulm–Weißenhorn brauchen viel Zeit und gute Nerven. Verspätete, überfüllte und ausfallende Züge seien leider keine Ausnahme, berichten Fahrgäste. „Firlefanz ohne Ende“, sagt ein Pendler über seine Erfahrungen mit dem „Weißenhorner“.

Von „Chaos“ spricht eine Blaubeurerin, die dreimal in der Woche mit dem Zug nach Senden-Witzighausen pendelt. Erst kürzlich sei der Morgenzug von Ulm nach Weißenhorn ohne Angaben von Gründen ausgefallen: „Wartezeit eine Stunde“, berichtet die Bahnfahrerin. Am selben Tag sei der „Weißenhorner“ abends zu spät in Ulm angekommen, der Anschlusszug war weg. „Eine Dreiviertelstunde Wartezeit bis zum nächsten Zug nach Blaubeuren. Und der stand dann wiederum fast zehn Minuten in Herrlingen wegen des stark verspäteten Gegenzugs.“

Was die Fahrgäste ebenfalls nervt, sind die nach ihren Angaben unzureichenden Informationen. Kurzfristige Verlegungen des Abfahrtsgleises im Ulmer Hauptbahnhof würden gar nicht oder falsch bekanntgegeben. Die Apps der Bahn und des Verkehrsverbunds Ding seien fehlerhaft und auch keine große Hilfe. „Da kann man nur den Kopf schütteln“, sagt der Weißenhorn-Pendler.

Viele Baustellen

Mit diesen Beschwerden konfrontiert, meldet sich eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Stuttgart und bittet die Fahrgäste – auch im Namen des Regionalbüros in München – um Geduld. Und sie versichert: „Es wird besser werden.“ Hauptgrund für die Verspätungen, die wiederum Gleisverlegungen nach sich ziehen können, sei die „erhebliche Bautätigkeit“. Damit meint die Sprecherin die Arbeiten im Ulmer Hauptbahnhof und die laufende Elektrifizierung der Südbahn, aber auch die Arbeiten an der Strecke München–Lindau, an der derzeit ebenfalls  die elektrische Oberleitung gebaut wird. „Das kommt alles zusammen.“ Die Verlegungen des jeweiligen Abfahrtsgleises in Ulm würden „manchmal zu kurzfristig“ mitgeteilt, räumt die Sprecherin ein und bittet die Kunden um Nachsicht. Die Bahn arbeite mit Hochdruck daran, den Informationsfluss zu verbessern.

Verbesserungen seien auf der Donautalbahn durch den Einsatz modernerer Züge erzielt worden. „Wir haben eine deutlich stabilere Fahrzeuglage“, sagt die Sprecherin. Die Triebwagen der Baureihen VT 642 und VT 644 seien zuverlässig, außerdem stünden genügend Fahrzeuge zur Verfügung. Ende 2017 und Anfang dieses Jahres waren massive Beschwerden über überfüllte Züge zwischen Ulm und Ehingen lautgeworden.

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