Innenstadt Blaubeuren will Teile der Karlstraße vom Verkehr freihalten

Die Karlstraße in der Blaubeurer Innenstadt soll versuchsweise an den Wochenenden für den Verkehr gesperrt werden. Das „Blautopfbähnle“ wird von dem Verbot ausgenommen.
Die Karlstraße in der Blaubeurer Innenstadt soll versuchsweise an den Wochenenden für den Verkehr gesperrt werden. Das „Blautopfbähnle“ wird von dem Verbot ausgenommen. © Foto: Matthias Kessler
Blaubeuren / Von Peter Schumann 28.06.2018

Eine breite Zustimmung im Gemeinderat fand am Dienstagabend der Antrag der Freien Wähler, bis Ende Oktober am Wochenende Teile der Karlstraße für den allgemeinen Verkehr zu sperren. Nur Anlieger, Anlieferer und der öffentliche Nahverkehr dürfen dann im Abschnitt von der „Becka-Beck“-Filiale bis zum Rathaus noch fahren. Geprüft wird, ob auch Teile der parallel verlaufenden Webergasse dicht gemacht werden. Und es wird geprüft, ob die Sperrung der Karlstraße bis zur Einmündung Rittergasse sinnvoll ist.

Lediglich die CDU-Fraktion wandte sich gegen den Versuch, will lieber abwarten, was eine Prüfung ergibt, bei der es um eine eventuelle Sperrung über die Karlstraße hinaus bis zur Einmündung Rittergasse geht. Ob sie dieser dann zustimmt, ist offen. Denn die CDU sorgt sich um die Gastronomen in der Innenstadt, denen vorbeifahrende Kundschaft verloren gehen könnte.

Die Idee, Teile der Innenstadt für den öffentlichen Verkehr zu sperren, „ist nicht neu“, sagte Hauptamtsleiter Reiner Striebel. Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Sperrung seien gegeben. Die Idee sei von Bürgermeister Jörg Seibold in seinem Impulspapier aufgegriffen worden, auch habe sich der Gemeinderat bei seiner Klausurtagung 2017 mit einer möglichen Fußgängerzone befasst. Eine Umfrage unter Händlern in der Innenstadt habe kein eindeutiges Ergebnis erbracht. Doch könne sich der Arbeitskreis Handel eine Sperrung der Karlstraße von „Becka Beck“ bis zum Rathaus vorstellen.

Markus Gebhardt (Freie Wähler) regte in der Diskussuion an, die Sperrung auch auf die Rittergasse auszudehnen, da ansonsten nur der Verkehr von der Karlstraße in die Webergasse verlagert würde. Würde diese Komplettsperrung erfolgen, müsste der Verkehr über den Graben und wieder zurück oder über den Dodelweg/Eduard-von-Lang-Straße geleitet werden.

Die Sperrung käme den Besuchern der Innenstadt zugute, so der Tenor. Für Bürgermeister Seibold war es aber wichtig festzustellen: „Wir machen die Sperrung nicht nur wegen der Touristen, sondern vor allem für die Blaubeurer.“ Er will, bevor eine wie auch immer geartete Sperrung umgesetzt wird, die Anwohner informieren.

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