Soziales Ausschuss analysiert Treffpunkte

Staig / Franz Glogger 11.10.2018

Die Gemeinde Staig weist viele Baugebiete aus, doch wo sich Kinder und später Jugendliche treffen können, werde vernachlässigt, kritisierte ein junger Familienvater am Dienstag in der Sitzung des Gemeinderats. Er sprach im Namen mehrerer anwesender Eltern. Speziell im Teilort Steinberg sehe es mau aus.

Die Schelte kam nicht von ungefähr, denn laut Tagesordnung war die Gründung eines Ausschusses vorgesehen, der die Situation von „Spielplätzen, Grünflächen und Freizeiteinrichtungen“ durchleuchten soll. Hierbei gehe es zum einen darum, die bestehenden Einrichtungen auf den Stand der Zeit zu bringen, erläuterte Bürgermeister Martin Jung.

Weiter sei angestrebt, neue Plätze zu schaffen. Entweder für neue Projekte, wie eine schon länger gewünschte Mountainbiker-Bahn, oder für die Verlagerung bestehender Plätze dorthin, wo jetzt das Geschehen spielt. „Es ist eine Tatsache, dass Spielplätze mit den Baugebieten wandern“, sagte Hauptamtsleiter Johannes Kienhöfer.

Weitere Ideen seien ein Grünes Klassenzimmer für die Grundschule, ein Spielbereich für die neue Krippe „Wichtelstüble“. Außerdem: Bolzplatz, Basketballkorb, Skateranlage. „Wir wollen ein Paket schnüren, es sukzessive im Haushalt einstellen und umsetzen“, sagte der Bürgermeister. Dabei sollen alle Generationen berücksichtigt werden, vom Kleinkind bis zu den Senioren.

Der Gemeinderat befürwortete einmütig das Vorgehen. Für Erwin Karletshofer und Andreas Schneider ist der frühere Sportplatz des Sportvereins ein wichtiger Baustein. Er liege zentral zwischen den großen Teilorten Staig/Altheim und Steinberg, erläuterte Schneider. Und er könne ohne großen Aufwand als Bolzplatz gestaltet werden, sagt Karletshofer.

Mitarbeit der Eltern

Erich Kienhöfer fand es gut, dass sich die anwesenden Eltern anboten, in dem Gremium mitzuarbeiten. „Da sind wir offen. Man muss kein Gemeinderat sein, um sich zu beteiligen“, sagte Kienhöfer. Weiter forderte der Gemeinderat, die unproblematisch umsetzbaren Ideen rasch zu verwirklichen. Jung schlug vor, neben den Eltern, sofern vom Projekt betroffen, Vereine, Schule und andere Gruppierungen einzubinden.

Der Gemeinderat wählte Margit Aberle, Maria Kurasch und Uwe Schacher in den Ausschuss. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit Eltern und anderen Interessengruppen Kontakt aufzunehmen. Die ersten Vorhaben sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden.

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