Diskussion Ausbau der A8: „So schnell wie möglich bauen“

Gruibingen / Sabine Graser-Kühnle 08.06.2018

Knapp 500 Interessierte sind zur Veranstaltung des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart nach Gruibingen gekommen. Dort standen Jürgen Holzwarth, Direktor im Verkehrswesen vom RP und Johannes Fischer, der Projektleiter des  Ausbaus der A8 am Albaufstieg, Rede und Antwort über die geänderten Entwürfe des Planfeststellungsverfahrens.

Die meisten Besucher wollten hauptsächlich eines hören: Wann endlich gebaut wird. Fischer bestätigte für den 25. Juni die öffentliche Auslegung der 2. Planänderung, die Einwendungsfrist endet am 24. September. „Das Vorhaben ist fest disponiert, der Bund will unbedingt bauen“, sagte Fischer. Demnach würde 2021 mit dem Bau begonnen und im besten Falle rollt 2026 der Verkehr. Doch noch ist es nicht soweit, betroffene Gemeinden und Bürger können sich mit Kritik und Anregungen einbringen.

Bei der Veranstaltung kritisiert wurde etwa die neu geplante Anschlussstelle bei Widderstall, die nur in Richtung München geplant ist. Nur in eine Richtung, weil in Richtung Stuttgart zu wenige Fahrzeuge auffahren würden, argumentiert das RP. Der Laichinger Bürgermeister Klaus Kaufmann kündigte gleich seinen Besuch zu diesem Thema im RP Stuttgart an.

Die Gruibinger Bürger waren auch vom geplanten Lärmschutz nicht begeistert. Zwar führte Fischer an, dass die Glaswände für den Artenschutz auf den Brücken über das Fils- und Gosbachtal auch den Lärm reduzieren. Doch die Bürger wünschen sich Tempolimit oder Flüsterasphalt. Das obliege aber der Verkehrsbehörde, klärte Holzwarth auf.

Überhaupt baten die Gruibinger, während der mehrjährigen Bauphase „doch bitte mehr nach Gruibingen zu schauen“. Insbesondere die Ampelregelungen vor den Autobahntunneln und durch die Orte, in die der Verkehr umgeleitet wird, stellt sie vor eine Geduldsprobe. „Wenn zweimal die Woche die ganze Autobahn durch den Ort fährt, ist das mehr als belastend“, betonte Bürgermeister Roland Schweikert. Er sagt, was wohl die meisten der Gruibinger denken: „So schnell wie möglich bauen.“

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