Jugend Neenstetter Hütte eröffnet

Architekt Ernst Rottler (rechts) überreicht Matthias Kräuter symbolisch den Schlüssel.
Architekt Ernst Rottler (rechts) überreicht Matthias Kräuter symbolisch den Schlüssel. © Foto: Lisa Maria Sporrer
Neenstetten / Lisa Maria Sporrer 23.05.2017

Zehn Jahre Bauwagen, 14 Monate Bauzeit – und jetzt die „Neenstetter Hütte“. Die Reaktionen zur Eröffnung am Freitag sind positiv: Cool, was größeres zu haben. Endlich eine Heimat für Jung und Alt. Das „in die Büsche pinkeln müssen“ habe nun ein Ende. „Auch die Gemeinde war damals sehr offen gegenüber unserem Anliegen“, sagte Matthias Kräuter, Vorsitzender des Neenstetter Hüttenvereins, der für den Bau des Jugendhauses gegründet wurde. Früher haben sich die Jugendlichen in zwei Bauwagen auf Gemeindegrund getroffen. Später war es nur noch einer – und der war ziemlich renovierungsbedürftig. Anlieger beschwerten sich außerdem – so dass die Jugendlichen vor drei Jahren auf den Gemeinderat zugingen. Aus dieser Anfrage wurde nun die 120 Quadratmeter große Hütte beim Sportplatz, die zur Eröffnung gefüllt war mit Mitgliedern, Bauarbeitern und Helfern. Holz verkleidete Wände, eine Nische mit erhöhten Tischen, Theke, Terrassentüren  – vieles davon haben sie selbst gebaut. „Ich habe mal alles zusammengezählt und bin auf mindestens 10.000 unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden gekommen“, sagt Kräuter.

Die Hütte ist nun ein Vereinsheim, in dem sich aber nicht nur Jugendliche treffen sollen, sondern alle Generationen. „Es werden bald insgesamt 50 Schlüssel im Umlauf sein, Öffnungszeiten haben wir also keine offiziellen“, sagt Kräuter.

Die Gemeinde stellte das Baugrundstück und 50.000 Euro Zuschuss, der Rest wurde über ein Darlehen der Gemeinde finanziert. Bürgermeister Martin Wiedenmann und die Landfrauen überreichten Schecks. „Wir haben nun insgesamt acht Vereine im Ort“, sagte Wiedenmann, der im Dorf 840 Einwohner und 1100 Vereinsmitglieder zählt: „Das spricht doch für sich.“