Ersingen Auf die Landfrauen ist Verlass

Vom Teigling zur schwäbischen Pizza: Monika Rist (links) und Johanna Gerster bereiten im Ersinger Backhaus frische Dinnede zu. Foto: Simon Palaoro
Vom Teigling zur schwäbischen Pizza: Monika Rist (links) und Johanna Gerster bereiten im Ersinger Backhaus frische Dinnede zu. Foto: Simon Palaoro
SIMON PALAORO 05.09.2012
Trotz wolkenverhangenem Himmel war das 14. Backhausfest der Ersinger Landfrauen ein Erfolg: Duftende Dinnede, frisches Brot und selbstgemachter Zwetschgenkuchen verfehlten ihre anziehende Wirkung nicht.

Schon kurz vor zwölf Uhr hatte sich am Sonntag eine lange Schlange vor dem Dinnede-Stand der Ersinger Landfrauen gebildet. Und obwohl das Wetter durchaus schöner hätte sein können, strömten über den ganzen Tag verteilt etwa 1000 Besucher zu dem über 70 Jahre alten Backhaus und ließen sich Dinnede, Apfelkuchen und Wurstsalat schmecken.

"Das ist eine Gemeinschaftsleistung, auf die wir stolz sein können", sagte Carola Heber, Vorsitzende der Landfrauen Ersingen. Denn die 120 Frauen produzieren für das Fest alles selbst: Die Teiglinge, die Dinnede, das Brot, den Apfel- und den Zwetschgenkuchen, sogar die Blumenarrangements. Überdies gab es Cocktails und eine Kinderecke. "Es ist schon toll, dass wir Frauen ein solches Fest auf die Beine stellen können", findet Carola Heber. Denn Organisation und Abläufe müssten stimmen, sobald die Gäste eintreffen. Und die kamen aus der ganzen Region, von Laichingen über Langenau bis Laupheim - auch wenn die Radler in diesem Jahr wegen der unsicheren Witterung in der Minderheit waren: "Normalerweise kommen auch viele Fahrradfahrer vom Donauradweg rüber und machen hier Rast", erzählte die Vorsitzende.

Birgit Schlick indes ließ sich vom Wetter nicht abhalten: Sie kam zusammen mit Mann und drei Kindern aus Oberdischingen angeradelt: "Das sind ja nur zwei Kilometer." Und mit Blick auf ihre drei Kinder mit frischen Dinnede in der Hand fügte sie hinzu: "Es schmeckt wunderbar, alle sind zufrieden."

Das Fest dauerte bis in die Abendstunden, erst mit Einbruch der Dunkelheit machten die Landfrauen Schluss: "Heute Nacht ist wieder alles besenrein", sagte Carola Heber: Auf die Landfrauen sei eben Verlass.