Merklingen ASB: Soziale Aufgaben bringen Wandel mit sich

Merklingen / LEJO 13.07.2015
Es ist bemerkenswert, was aus der "Kolonne Merklingen", die vor 50 Jahren gegründet wurde, geworden ist.

Das zeigte der Rückblick von Hans-Dieter Bührle, der die vergangenen fünf Jahrzehnte in 50 Minuten mit Informationen, Daten und Fakten sowie einem Film Revue passieren ließ. Die ersten Jahre waren geprägt von Schulungen und Übungen. Mit einem gebrauchten Krankenwagen fing alles an, der wenig später bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn verunfallte. Es sollte sich noch mehrmals wiederholen, dass ASB-Fahrzeuge in Unfälle verwickelt waren, schmunzelte Bührle, der ehemalige stellvertretende Vorsitzende. Er vergaß nicht zu erwähnen, dass alle Unfälle glimpflich ausgegangen seien.

Wichtige Jahre beim ASB auf der Alb waren 1970 (Gründung der Arbeiter-Samariter-Jugend), 1974 (das Vereinsheim wird zur Rettungswache an de Autobahn ausgebaut), 1978 (Angliederung an die Rettungsleitstelle Ulm), 1982 (eine eigene Rettungswache in einer großen Garage wird in Betrieb genommen) und 1987 (Notärzte bei Rettungsdiensteinsätzen). In den 1990er-Jahren baute der ASB Essen auf Rädern und den ambulanten Pflegedienst auf. Der erste hauptamtliche Rettungssanitäter wurde eingestellt und die heutige Rettungswache eingeweiht.

2005 öffnete in Heroldstatt das neue Pflegeheim seine Pforten, in Laichingen weihte der ASB einen Stützpunkt ein. Vier Jahre später folgte das Pflegeheim in Göppingen. Seit 2012 gibt es ein weiteres in Ebersbach. "Die vier Pflegeheime haben einen immensen Wandel der Verbandsstruktur nach sich gezogen", sagte Bührle. "Der kleine Ortsverband mit ehrenamtlichem Rettungsdienst hat sich zu einem großen Regionalverband mit mehr als 200 Mitarbeiten gewandelt."

Bührle verschwieg auch die "Irrungen und Wirrungen" der vergangenen vier Jahre nicht. Sie seien geprägt gewesen durch Querelen um einen Betriebsrat, durch den zweimaligen Wechsel des Geschäftsführers. Außerdem durch eine negative Berichterstattung in den Medien. Bührle räumte ein, dass auch beim ASB "Fehler gemacht wurden". Seiner Meinung nach sei aber "oft ein falsches Bild des Verbandes vermittelt worden".