Alb-Donau-Kreis Altpapier aus Alb-Donau-Kreis nach Oberbayern

Alb-Donau-Kreis / THOMAS STEIBADLER 01.10.2013
Altpapier aus dem Alb-Donau-Kreis wird künftig in Oberbayern verwertet. Das ist ein Ergebnis der europaweiten Ausschreibung des Auftrags.

Der Auftrag hat ein Volumen von mehr als 200.000 Euro und musste europaweit ausgeschrieben werden. Es geht um das Einsammeln mehrerer tausend Tonnen Altpapier und um deren Verwertung. Zehn Firmen hatten ihre Angebote beim Landratsamt abgegeben. Die wirtschaftlichsten kamen von einer Arbeitsgemeinschaft regionaler Entsorger sowie von der Ammer Entsorgungsgesellschaft im oberbayerischen Zorneding (Kreis Ebersberg). Mehr darf das Landratsamt aufgrund der Vergabeordnung für Leistungen (VOL) nicht verraten. Die jeweiligen Angebote für Sammlung und Verwertung und die Vergabesummen wurden deshalb im Kreistagsausschuss für Umwelt und Technik nichtöffentlich behandelt.

Für die Bürger im Kreis dürfte sich nichts ändern. Nach wie vor werden in den Kommunen Altpapier-Container aufgestellt. Vom 1. Januar 2014 an ist dafür die Arbeitsgemeinschaft (Arge) der Firmen Braig (Ehingen), Hörger (Sontheim/Brenz) und Knittel (Vöhringen) zuständig. Sie löst in dieser Aufgabe einen Entsorgungsbetrieb aus Günzburg ab. Jährlich 5000 Tonnen Altpapier und Pappe sollen so gesammelt werden. Die gewerbliche Sammlung mittels Blauer Tonne und die Vereinssammlungen bleiben davon unberührt. Der Vertrag läuft drei Jahre und kann zweimal um je ein Jahr verlängert werden.

Die Firma aus Oberbayern wird das Altpapier bei der Sammelstelle der Arge im Alb-Donau-Kreis abholen. Den Auftrag hat bislang ein Ulmer Unternehmen. Zur Verwertung waren knapp 4000 Tonnen pro Jahr ausgeschrieben - weniger als die Sammel-Menge. Das liegt laut Ulrike Gläser, Leiterin des Fachdienstes Abfallwirtschaft, am so genannten Fehlwurf: Abfall, der nicht in Altpapier-Container gehört. Der neue Vertrag läuft zwei Jahre und kann um ein Jahr verlängert werden.

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