Kirche Altarweihe der Konviktskirche Ehingen

Bischof Gebhard Fürst setzt die Reliquie in den Altar der Konviktskirche Ehingen ein, die ihm Pfarrer Harald Gehrig gereicht hat. Nur bei Altarweihen werden fünf Weihrauchhäufchen auf dem Altar entzündet.
Bischof Gebhard Fürst setzt die Reliquie in den Altar der Konviktskirche Ehingen ein, die ihm Pfarrer Harald Gehrig gereicht hat. Nur bei Altarweihen werden fünf Weihrauchhäufchen auf dem Altar entzündet. © Foto: Christina Kirsch
Ehingen / CHRISTINA KIRSCH 29.06.2015
Nach vierjähriger Umbauzeit ist die Konviktskirche in Ehingen mit der Altarweihe wieder ihrer Bestimmung übergeben worden. Die zweistündige Messe mit Bischof Gebhard Fürst bot viele Besonderheiten.

Der Altar in der Konviktskirche ist einer der wenigen Gegenstände, die während der vierjährigen Sanierung nicht erneuert wurde. Bei einer so langen Bauperiode wird das Reliquiengrab in einem Altar jedoch geöffnet, die Reliquien werden an einen anderen Ort gebracht. Deshalb spricht man in der katholischen Kirche auch bei einem schon einmal geweihten Altar von einer Altarweihe - wenn die Reliquien wieder in die Mensa eingemauert werden.

Die Altarweihe der Konviktskirche in Ehingen war gestern ein Fest mit vielen Besonderheiten. Es begann mit dem Abholen von Bischof Gebhard Fürst am Pfarrhaus durch die Bürgerwache, Fahnenträger, Ministranten und zahlreiche Geistliche. Beim Einzug des Bischofs wurden die Reliquien der Heiligen Prosperus und Clarus mitgetragen und von Kerzenträgern flankiert. Zu Beginn der Messe stand der Altar ungeschmückt im Raum. "Er ist unsere festliche Mitte", sagte der Bischof in seiner Ansprache. In der Mitte des Raumes befinde er sich direkt unter der Vierung der Kirche. Dort ist auch das Herz Jesus im Bild gegenwärtig, dem die Kirche geweiht ist. Der Altar sei "das Herzstück und der Herzschlag" der Kirche und Gemeinde, meinte Fürst. Er erklärte den Gläubigen die Weihe, bei der auf dem Altar fünf kleine Weihrauchfeuer entzündet werden. Die Zahl Fünf bezeichnet dabei die fünf Wundmale Christi, die auf dem Altartisch auch mit im Stein eingeritzten Kreuzen bezeichnet werden.

Zunächst mauerte Reiner Freudenreich die Reliquien ein. Bischof Fürst besprengte danach den Altar und salbte ihn mit Chrisam. Fürst und Pfarrer Harald Gehrig legten an den Ecken und in der Mitte Wachsdochte aus und häuften Weihrauch darüber. Der Weihrauch wurde entzündet. "Gott, mit dem Weihrauch steige unser Gebet zu Dir empor", bat der Bischof. Nach dem Weihegebet und der Reinigung des Altars wurde er mit Tüchern und Blumenschmuck für die folgende Eucharistiefeier vorbereitet.

Am Ende bedankte sich Dietmar Krauß, Direktor der Grund- und Bauverwaltung im Bischöflichen Ordinariat, für die Förderung der Baumaßnahme durch den Bischof. Ohne dessen Zustimmung und die Finanzierung durch das Bistum wäre die 2,7 Millionen Euro teure Sanierung nicht möglich gewesen.

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