Moment mal Alles BeKi oder was?

Butterbrezel geht immer.
Butterbrezel geht immer. © Foto: Bernd Jürgens/Shotshop.com
Ulm / sam 11.06.2018

Da gibt’s ein neues Wort, sagt der Kollege: Beki! Naja, muss man da antworten, neu ist dieses Wort allenfalls für Menschen, deren Kinder bereits studieren – und zwar in Bayern. Mit Kindern zwischen null und 13 Jahren in Baden-Württemberg kommt man um Beki, die Kurzform für „Bewusste Kinderernährung“, quasi nicht herum. Das Landesprogramm, dessen Logo eine lachende Birne ist, kann einem in der dritten Klasse begegnen, wenn die Kinder einen „Ernährungsführerschein“ machen – in sechs Einheiten, deren Highlight die Bewirtung von Gästen mit einem Kalten Büfett ist –, aber auch schon als Zertifikat im Kindergarten, als Fortbildung der Tagesmutter und als Einheit im Baby-Bespaßungskurs (das Wort „Pekip“ müssen wir ja nun wirklich nicht mehr erklären!). Nichts gegen Infos zu gesunder Ernährung, aber da kann man sich auch leicht mal überfordert fühlen als Elternteil.

Die Landratsämter halten Beki-Koordinatorinnen bereit, die wiederum Beki-Referentinnen mit ihren zahllosen Einsatzorten bei Beki-Kitas und vor Beki-Eltern vernetzen. Dazu gibt’s Infomaterialien und Broschüren wie zum Beispiel „Von Anfang an mit Spaß dabei“. Diese Beki-Schrift dürfte auch im Mittelpunkt eines gleichnamigen Vortrags zur Kleinkindernährung stehen, über dessen Stattfinden das Landratsamt Alb-Donau-Kreis jüngst per Presseverteiler informierte: Am 26. Juni von 10 bis 11.30 Uhr im Haus des Landkreises, Schillerstraße 30 in Ulm (Anmeldung bis 21. Juni unter ernaehrung@alb-donau-kreis.de oder Tel. (0731) 185 30 98.

Wer es nicht zum Vortrag schafft oder vorher schon mal spicken will, kann sich selbstverständlich sämtliche Materialien und viele weitere Infos zu gesunder Ernährung auf der Beki-Homepage anschauen, herunterladen und bestellen. Weil Ernährungstrends aber auch vor Kleinkindern nicht Halt machen, gibt es natürlich längst nicht mehr nur Beki, sondern auch Alternativen – zum Beispiel Baby Led Weaning (BLW). Das sagt Ihnen immer noch alles gar nichts? Dann sagen Sie doch einfach, Sie machen mit ihren Kindern „Bubregi“. Muss ja niemand wissen, dass das die Kurzform für „Butterbrezel geht immer“ ist.

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