Umwelt Alb-Donau-Kreis unterstützt den Klimapakt

Alb-Donau-Kreis / Thomas Steibadler 02.10.2018
Die Kreisräte sind mit dem Arbeitsprogramm der Verwaltung und dessen bisheriger Umsetzung zufrieden.

Klimaschutz ist auch eine Aufgabe für Städte, Gemeinden und Landkreise. Aus diesem Grund haben der Städtetag, der Gemeindetag und der Landkreistag mit der baden-württembergischen Landesregierung einen Klimaschutzpakt geschlossen. Das darin vereinbarte Ziel lautet, bis zum Jahr 2040 die Kommunalverwaltungen „weitgehend klimaneutral“ zu machen. Dazu gehört zum Beispiel die Sanierung von kommunalen Gebäuden und der Einbau umweltfreundlicher Heizungen.

Das seien zwar Vorhaben, die der Alb-Donau-Kreis ohnehin auf der Tagesordnung habe, sagte Landrat Heiner Scheffold am Montag im Verwaltungsausschuss des Kreistags. Trotzdem sollte das Ziel einer klimaneutralen Verwaltung noch einmal ausdrücklich formuliert werden. Auch um die Vorbildfunktion der öffentlichen Verwaltung hervorzuheben. Zu diesem Zweck schlug Scheffold vor, den Klimaschutzpakt zu unterstützen. Das beschloss der Ausschuss ebenso einstimmig wie die Fortschreibung des energiepolitischen Arbeitsprogramms des Landkreises.

„Feuerwerk an Ideen“

Die darin enthaltenen Vorschläge – zum Beispiel Schulprojekte zum Energiesparen und zusätzliche Angebote für E-Bike­-Touristen – wurden von den Kreisräten Jürgen Haas (SPD) und Robert Jungwirth (Grüne) gelobt. Jungwirth sprach von einem „Feuerwerk an Ideen“. Zu dem Arbeitsprogramm gehört unter anderem, dass für den Fuhrpark des Landratsamts Elektro-Autos angeschafft werden. Das fünfte E-Auto wird laut Egon Traub von der Verwaltung am Freitag in Dienst gestellt. Die Dienstwagen mit Elektromotor werden Traub zufolge tatsächlich eifrig genutzt. Dazu mag die „Abholgarantie“ beitragen, falls die Batterie zur Neige geht. Aber dieses Angebot habe bisher nicht in Anspruch genommen werden müssen.

Nicht so ausgeprägt wie erhofft ist bei den Mitarbeitern die Nachfrage nach dem Job-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr. Obwohl das Landratsamt als Arbeitgeber zehn Euro zuschieße, machten bislang nur 30 Beschäftigte davon Gebrauch, sagte Landrat Scheffold. Grund für die geringe Resonanz seien vor allem „Qualitätsprobleme der Schiene, die einen gegenteiligen Effekt bewirken“. Gleichwohl dürfte in naher Zukunft über eine Erhöhung des Zuschusses diskutiert werden. Vorbild könnte auch in diesem Fall das Land sein. Bedienstete, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, erhalten einen Zuschuss von bis zu 25 Euro im Monat.

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