Autobahn Abschnitt Ulm–Hohenstadt fest fertig

Hohenstadt / Von Thomas Steibadler 01.12.2018

Darauf warten Zehntausende Auto- und Lkw-Fahrer, die täglich auf der A 8 zwischen Ulm und Stuttgart unterwegs sind: die Fertigstellung des sechsspurigen Ausbaus von Ulm-West bis Hohenstadt. Nach Mitteilung des Regierungspräsidiums (RP) Tübingen ist es jetzt so weit: Demnach stehen vom Wochenende an beide ausgebaute Richtungsfahrbahnen zur Verfügung.

Im vierten Bauabschnitt zwischen dem Rasthof Aichen und Widderstall unterhalb von Hohenstadt rollt der Verkehr bislang ausschließlich auf dem nördlichen Teil der Autobahn: zwei Spuren in Richtung Stuttgart, zwei Spuren in Richtung München, getrennt durch eine sogenannte Betonleitwand. Diese Bündelung wird nun schrittweise aufgelöst – dem Regierungspräsidium zufolge voraussichtlich bis zum 17. Dezember.

Vorläufig Tempo 80

Allerdings müssten links und rechts der Fahrbahnen noch Restarbeiten erledigt werden. Aus diesem Grund stehen in beide Richtungen lediglich zwei von drei Fahrstreifen zur Verfügung. Trotzdem bringe die Trennung der Verkehre einen „deutlichen Gewinn“ an Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Autobahn, teilt das Regierungspräsidium mit. Zudem bleibt es im genannten Bauabschnitt beim Tempolimit von 80 Stundenkilometern. Mit diesen Einschränkungen müssen die Verkehrsteilnehmer voraussichtlich noch bis Sommer nächsten Jahres zurechtkommen.

Im Frühjahr 2012 war offizieller Spatenstich für den Autobahnausbau – damals auch Baustart der ICE-Neubaustrecke Ulm–Wendlingen. Als Erstes wurde das 7,8 Kilometer lange Stück Dornstadt–Temmenhausen fertig. Dort, auf Höhe von Tomerdingen, war der Fels teilweise so massiv, dass er mit Sprengungen gelockert werden musste. Es folgte der Bauabschnitt drei Temmenhausen–Aichen (6,7 Kilometer), in dem die A­ 8 besonders nahe an die parallel verlaufende Bahntrasse heranrückt. Auf etwa 1,8 Kilometern beträgt der Abstand nur 13,40 Meter. Im nun so gut wie fertiggestellten Abschnitt bis Hohenstadt (6,2 Kilometer) führten im vergangenen Jahr unerwartete Baugrundverhältnisse und schlechtes Wetter zu Verzögerungen. Inzwischen sind die Arbeiten dem Regierungspräsidium zufolge wieder im Zeitplan.

Auch der aktualisierte Kostenrahmen von 250 Millionen Euro wird RP-Sprecher Dirk Abel zufolge bislang eingehalten.

Info Im Zuge des A-8-Ausbaus zwischen Ulm-West und Hohenstadt wird die Nebelwarnanlage modernisiert. Dazu gehören 23 neue Schilderbrücken, die spätestens im zweiten Quartal 2019 in Betrieb gehen.

Schilderbrücken für 12,3 Millionen Euro

Verkehrszeichen Im Zuge des A-8-Ausbaus zwischen Ulm-West und Hohenstadt wird die Nebelwarnanlage modernisiert. Dazu gehören 23 neue Schilderbrücken, die spätestens im zweiten Quartal 2019 in Betrieb gehen.

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