Infrastruktur Abfall: Ramminger Räte stimmen für Status quo

Rammingen / Kurt Fahrner 19.06.2018

Der Ramminger Gemeinderat hat sich kürzlich mit der möglichen Neuorganisation der Abfall-Entsorgung im Ort befasst. Gegen das Votum von Christian Stängle beschlossen die Räte, es beim Status quo zu belassen. Hintergrund der Diskussion: Für das Einsammeln, Befördern und Verwerten von Abfällen sind derzeit im Alb-Donau-Kreis die Gemeinden zuständig – aber nur noch bis Ende Februar 2022. Dann läuft diese Praxis aus. Die 55 Kommunen im Landkreis sollen nun erklären, ob die Organisation so bleiben – oder ob diese Aufgaben künftig der Kreis übernehmen soll. Eine endgültige Entscheidung will der Kreistag im Herbst dieses Jahres treffen.

Mehr Bürokratie?

Bürgermeister Karl-Friedrich Häcker hatte die Vor- und Nachteile beider Alternativen gegenübergestellt und ausführlich erläutert. Gemeinderat Thomas Steck sah keine Erfordernis, das bestehende und gut funktionierende Abfallentsorgungs-System in dezentraler Form zu ändern.

Einige Gemeinderäte befürchteten, dass mit einem zentralen, vom Landratsamt gesteuerten System, Bürgernähe verloren geht, mehr Bürokratismus und damit dann höhere Abfallgebühren anfallen werden. Außerdem wurde kritisch gesehen, dass kleinere Abfallentsorgungsunternehmen im Wettbewerb um den Zuschlag Nachteile hätten.

Differenzierter betrachtete Ratsmitglied Christian Stängle die Angelegenheit. Er konnte sich gut vorstellen, dass ein Teil der Abfallentsorgung weiterhin in Zuständigkeit der Gemeinde bleibt, aber beispielsweise Sperrmüllabfuhr oder die Einführung der „braunen Tonne“ vom Landkreis zentral organisiert werden sollte. Stängle stimmte gegen eine lupenreine dezentrale Lösung für Rammingen.

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