Wettkampf Schlauchbootrennen: „Froschloch-Bomber“ gewinnen in Ersingen

Volle Kraft voraus: Zweimal 140 Meter müssen die Crews auf dem Ersinger Badesee zurücklegen.
Volle Kraft voraus: Zweimal 140 Meter müssen die Crews auf dem Ersinger Badesee zurücklegen. © Foto: Franz Glogger
Ersingen / Franz Glogger 13.08.2018

Von den „Black Pearls“ kann sich keiner daran erinnern, dass beim Schlauchbootrennen in Ersingen „mal jemand anders gewonnen hätte als die Schrades“. Das sollte aber nicht als Resignation, sondern als Kampfansage verstanden werden. Als „wilder Haufen“ würden die Pearls auch dieses Mal versuchen, „ihr Bestes zu geben.“

Die Schrades sind ein Ersinger Familien-Clan, die „Black Pearls“ ein Freundeskreis mit Wurzeln in dem Erbacher Teilort. Beim 14. Schlauchbootrennen des Feuerwehr-Fördervereins „Roter Hai“, sollte es also erneut ein Aufeinandertreffen geben. Insgesamt gingen 15 Sechser-Teams an den Start. Mit einfacher Taktik: „Paddeln, was das Zeug hält“, sagte ein DLRG -Mitglied der „Pirates of Urach“. Jonas Behrendt von „Feuer und Wasser“ gab sich diplomatisch: „Wir geben unser Bestes. Ob das dann das Beste von allen war, wird sich zeigen.“

Party am Vorabend

Doch der Wille ist das eine, die Realität auf dem Badesee das andere. Es gilt, einen Gummiring von der einen Seite des Sees auf die andere zu bringen, ihn dort gegen einen anderen auszutauschen und diesen bei Start und Ziel abzuliefern. Sind im Idealfall zweimal 140 Meter zu paddeln, scherten beispielsweise die „Pink Ladies“ schon bald nach dem Start nach Süden aus. „Aha, wohl die Butter vergessen und noch schnell zum Einkauf“, unkte Sprecher Heiko Spreen. Aber auch die Seriensieger „Schrades Power Paddler“ fuhren Schlangenlinien, als hätten sie bei der Party am Vorabend zu lange an der Haifischbar verweilt. Die Frauen-Crew „Reload“ wartete vergebens auf ihr sechstes Mitglied, was ein Zuschauer mit dem spontanen Griff zum Paddel ausglich. Anderen kam mitten auf dem See ein Paddler abhanden. „Hauptsache, der Ring kommt an“, kommentierte Spreen mitleidlos. Am Ende siegten die „Froschloch-Bomber“ der Feuerwehr Bach vor dem Team „Geschwätz“. Für Schrades reichte es nur zu Platz acht, immerhin einen Rang vor den „Black Pearls“.

Einen Ehrenpreis verdient hätten Jonas Behrendt, Fabio Pecoraro, Felix Maiser und die anderen von „Feuer und Wasser“. Nachdem bis auf das Team der Jugendfeuerwehr aus Obertsrot (Kreis Raststatt) alle anderen Jugendmannschaften abgesagt hatten, drohte das Jugendrennen auszufallen. „Die lassen wir nicht sitzen“, entschieden daraufhin Jonas und seine Clique. Damit war allerdings der Freundschaftsdienst beendet. Auf dem See zeigten sie den Gästen aus dem Murgtal, wo in Ersingen das Siegerpaddel hängt.

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