Laichingen Hauptamtlicher Gerätewart für Laichinger Feuerwehr

Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehr müssen stets in Schuss sein. Immer mehr Städte und Gemeinden stellen Gerätewarte ein. Jetzt auch Laichingen.
Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehr müssen stets in Schuss sein. Immer mehr Städte und Gemeinden stellen Gerätewarte ein. Jetzt auch Laichingen. © Foto: Joachim Striebel
Laichingen / Joachim Striebel 10.07.2018

Mit einem am Samstag veröffentlichten Stelleninserat sucht die Stadt Laichingen einen hauptamtlichen Gerätewart für die Freiwillige Feuerwehr. Kommandant Gerhard Kölle verspricht sich eine deutliche Entlastung der Ehrenamtlichen. Denn bisher wird die Arbeit von mehreren Freiwilligen erledigt. Deren Stundenzahl ist in den vergangenen Jahren gestiegen, insbesondere durch umfangreicher gewordene Prüf- und Dokumentationspflichten bei Fahrzeugen und Geräten. „Es bleibt zu viel liegen, was geprüft werden müsste“, sagt Gerhard Kölle. Dabei sollten die freiwilligen Feuerwehrleute in erster Linie für das Einsatzgeschehen zur Verfügung stehen.

„Es geht nicht mehr ohne“

Kreisbrandmeister Ralf Ziegler berichtet vom Ergebnis einer gerade fertiggestellten Erhebung in einer gut 5000 Einwohner zählenden Gemeinde im Alb-Donau-Kreis. Dort erreicht allein der Prüf- und Wartungsaufwand bei der Feuerwehr einen Umfang von 800 bis 900 Stunden jährlich. „Da ist aber noch kein Fahrzeug geputzt und da ist noch kein Einsatz abgearbeitet.“ Laut Ziegler wurden jüngst in Dornstadt, Schelklingen und Erbach hauptamtliche Gerätewarte eingestellt. Einige der größeren Kommunen im Kreis, etwa Blaustein, Blaubeuren und Ehingen, setzen schon länger auf hauptberufliche Unterstützung. „Es geht nicht mehr ohne“, sagt Ziegler und verweist auf die vielen Aus- und Fortbildungen, die ein Feuerwehr-Gerätewart absolvieren muss. „Das kann man in der Freizeit gar nicht mehr leisten.“

Der Kreisbrandmeister drängt darauf, dass bei der Erstellung von Feuerwehr-Bedarfsplänen in den Kommunen nicht nur der Bedarf an Fahrzeugen ausgewiesen wird, sondern auch der nötige personelle Aufwand. Der vor fünf Jahren für die Stadt Laichingen, die mit ihren Teilorten knapp 12 000 Einwohner zählt,  erstellte Feuerwehr-Bedarfsplan geht von zwei Gerätewart-Stellen aus. „Darüber sind wir seit Jahren mit der Stadt im Gespräch“, sagt Kommandant Gerhard Kölle. Er ist froh, dass jetzt wenigstens eine Stelle besetzt wird.  Kämmerer Thomas Eppler bestätigt, dass zunächst nur eine Person eingestellt werden soll. Wann eine zweite Stelle besetzt werde, sei noch offen. Grundsätzlich sei es der Stadt wichtig, die ehrenamtlichen Feuerwehrleute zu unterstützen.

Elf Fahrzeuge

Zu tun gibt es viel bei der Feuerwehr in Laichingen, die im Kernort fünf Fahrzeuge, in Feldstetten drei, in Machtolsheim zwei und in Suppingen ein Feuerwehrauto vorhält. Zudem betreibt sie in der Zentrale eine Werkstatt für Atemschutzgeräte und eine Schlauchwerkstatt. „Da fallen viele Stunden an“, sagt Gerhard Kölle. Er hofft, dass eine geeignete Kraft gefunden wird. Möglichst jemand, der im Alarmfall gemeinsam mit den Freiwilligen ausrücken kann. „Das wäre das Nonplusultra.“

Im Herbst kommt ein neues Fahrzeug

Ersatz Die Feuerwehr Laichingen kann voraussichtlich im September oder Oktober ein neues Fahrzeug in Betrieb nehmen. Laut Kommandant Kölle laufen derzeit Gespräche mit dem Unternehmen, das für den feuerwehrtechnischen Aufbau zuständig ist. Das rund 450 000 Euro teure HLF 20, ein Fahrzeug mit Wassertank und hydraulischen Rettungsgeräten, ersetzt das 25 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF 16. Auch der Vorausrüstwagen soll dann ausgemustert werden.

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