Laichingen "Erfolgreich und erfüllt"

2014 war für Klaus Kaufmann ein erfülltes Jahr. Archivfoto: Peter Schumann
2014 war für Klaus Kaufmann ein erfülltes Jahr. Archivfoto: Peter Schumann
PETER SCHUMANN 31.12.2014
2014 war für Laichingens Bürgermeister Klaus Kaufmann ein erfolgreiches Jahr für die Stadt und ein erfülltes für ihn selbst. Doch auch im Jahr 2015 gibt es genügend Themen, die anzupacken sind.

Es seien wichtige Entscheidungen für die Stadt Laichingen getroffen worden im abgelaufenen Jahr, betont Laichingens Bürgermeister Klaus Kaufmann im Gespräch. Er erinnert an die Zustimmung des Gemeinderats zur Gemeinschaftsschule und das ebenso einstimmige Votum für einen Bahnhalt in Merklingen. Deshalb spricht er auch ein Lob an den Gemeinderat aus, der "viele Projekte unterstützt"habe. 2014 sei ein Jahr gewesen, das erfolgreich für die Stadt verlaufen, und für ihn selbst ein erfülltes Jahr gewesen sei. Die Entwicklung der Stadt sei ihm durch Rückmeldungen aus der Bevölkerung bestätigt worden.

In diesem Zusammenhang darf natürlich die Erinnerung an die 650-Jahr-Feier der Stadt in seiner Liste nicht fehlen. Die Feierlichkeiten "haben für Gesprächsstoff über die Stadt hinaus gesorgt", sagt Kaufmann. Nicht minder für Gesprächsstoff sorgt die Jugendproblematik in der Stadt. "Wir haben mit der Erhöhung der Schulsozialarbeit und der Schaffung neuer Räume die Voraussetzung für gutes Arbeiten geschaffen. Damit kann aber nicht Schluss ein", betont der Bürgermeister und hat dabei ein Jugendhaus und eine offene Jugendarbeit im Blick. Doch gelte es, einen Schritt nach dem anderen zu tun. "Ideen haben wir viele, Geld nicht."

Doch auch negative Entscheidungen hat es im abgelaufenen Jahr gegeben. Dazu gehört mit Sicherheit der geplante Wegzug des ehemaligen Süddekor Werks nach Buttenwiesen, wo Surteco als Käufer seinen Sitz hat. Der Verlust von über 200 Arbeitsplätzen treffe Laichingen schwer. Auch wenn er die Doppelstrategie des Betriebsrats, sich einerseits für den Verbleib des Werks in Laichingen einzusetzen und andererseits gute Sozialpläne auszuhandeln, für wichtig und richtig hält: Der Zug sei wohl abgefahren, die Verlagerung werde wohl nicht mehr rückgängig gemacht.

Erfreut hat Kaufmann zur Kenntnis genommen, dass die Nachfrage nach Flächen im neuen Gewerbegebiet Ost groß ist. "Es vergeht kaum eine Woche ohne Anfrage", sagt er. Neun Hektar umfasst das Gewerbegebiet, fast die Hälfte sei schon verkauft. "Man muss sich heute deshalb schon Gedanken machen, wie es weitergeht", sagt der Bürgermeister. Das hat er auch getan, für ihn liegt die weitere Erschließung von Gewerbeflächen nördlich der Landesstraße.

Was schon dieses Jahr ein wichtiges Thema war, werde die Verantwortlichen im kommenden Jahr noch mehr beschäftigen, glaubt er. Der geplante Bahnhalt bei Merklingen wäre " als Standortvorteil ein Hammer". Jetzt gelte es aber erst einmal, die Machbarkeitsstudie abzuwarten.

Die Sanierung der Straßen und der Brandschutz an den Schulen werde die Stadt im kommenden Jahr viel Geld kosten, sei aber unumgänglich. Gleiches gelte für den Ausbau der Breitbandversorgung im ganzen Stadtgebiet. Auch die Kinderbetreuung müsse weiter ausgebaut werden. Viel Arbeit also, vor der ihm aber nicht bange ist. "Die Arbeit motiviert mich." Er sei in der Stadt und in der Umgebung "hervorragend aufgenommen worden". Sein Traum, einmal als Bürgermeister arbeiten zu können, habe sich in der Realität "viel schöner gezeigt als in der Vorstellung".